„Es gibt noch viel zu tun!“

#fridaysforfuture vor dem Bregenzer Landhaus. Fotos: Stadt Bludenz, ÖBB, Fotolia, #fridaysforfuture

#fridaysforfuture vor dem Bregenzer Landhaus. Fotos: Stadt Bludenz, ÖBB, Fotolia, #fridaysforfuture

In Vorarlberg herrscht Klimanotstand. WANN & WO sprach mit der #fridaysforfuture-­Bewegung, was das nun für das Ländle bedeutet.

Angestoßen von der jungen Bewegung hat das Land Vorarlberg vergangene Woche den Klimanotstand ausgerufen – für die Umweltaktivisten ein erster wichtiger Schritt zur Lösung der Klimakrise. „Die Schüler und Schülerinnen des Landes haben bewiesen, dass man durchaus Einfluss auf die politischen Gremien haben kann“, freut sich Aaron Wölfling, Sprecher von #fridaysforfuture_vorarlberg über den Entscheid der Landesregierung.

„Netto-Null bis 2030“

Mit dem Beschluss geht ein 6-Punkte-Maßnahmenpaket einher: Priorität auf Klimaschutz, Erreichen der Pariser Klimaziele, Gesetzesbeschlüsse mit Blick auf Energieautonomie und Klimaschutz, weniger Treibhausgase, Sanierungsquote von drei Prozent sowie eine ökologische Steuerreform und ein Finanzierungsinstrument für die Energieautonomie 2050. „Diese Maßnahmen sind aber nicht ausreichend“, so Wölfling weiter. „Damit die Chance auf eine Eindämmung der Klimakrise gegeben ist, müssen wir so frühestmöglich ein Netto-Null an Emissionen erreichen. Wir fordern deshalb, dass dies bis 2030 der Fall ist. Ändern wir nichts, haben wir Berichten der IPCC (International Panel on Climate Change) und APCC (Austrian Panel on Climate Change) im Jahr 2030 den ,Point of no Return‘ erreicht.“

„Ernst der Lage“

Der Bevölkerung werde nun der Ernst der Lage vor Augen geführt, so Wölfling abschließend: „Wer Fakten wie den Treibhauseffekt und die damit zusammenhängenden Naturkatastrophen nicht wahrhaben will, rennt vor der Wahrheit davon. Die Politik ist nun zum raschen Handeln aufgefordert – und es gibt noch viel zu tun.“