Kurz gefragt …



Deine liebste Kindheitserinnerung? Das Meer – ich konnte und kann immer noch stundenlang im Wasser liegen und mich frei fühlen.

Wieso Nepal?
Weil es nicht nur so wunderschön, aber trotz der immensen Armut (Human Development Index Platz 149) auch menschlich so warm ist. Man lernt dort Zufriedenheit, Demut und Dankbarkeit aus erster Hand.


Dein emotionalster
Moment als Helferin?
Ein fast erstickender, drei Monate alter Säugling auf meinem Schoß (mit Lungenentzündung, blau im Gesicht), zwei Stunden im Jeep über holprige Bergstraßen bei einem Gesundheitscamp. Die Mutter war nicht auffindbar bei der Feldarbeit und sonst wollte es niemand machen. Ankunft im nächsten Gesundheitsposten, Sauerstoffgabe, und plötzlich wurde das blaue Gesicht wieder rosa. Das Baby hat seine Augen geöffnet und nach 20 Minuten wieder gelächelt. Heute ist sie vier Jahre alt und ihr Name ist Kushi (was auf Nepali „Freude“ heißt).


Wie feierst du Weihnachten?
Mit Familie, jeder Menge Kekse und einem Baum für Tara (die Geschenke stammen aus Secondhand-Shops oder werden selbst gemacht).


Nepalesische oder
österreichische Küche?
Japanisch und Italienisch. Aber bei Schwarzbrot werde ich schwach. Das bekommt man mittlerweile – Göttin sei Dank – auch in Nepal.


Dein Vorsatz fürs neue Jahr?
Ich möchte mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen. Eine Full-Time-Selbstständigkeit bedeutet sieben bis acht Stunden am Tag Betreuung. Es ist dann fast etwas unfair, so viel für Kinder in Nepal zu machen, und die Kleine weniger zu sehen deswegen.

Deine größte Schwäche?
Alles mit Schokolade.

Dein liebster Platz in
Vorarlberg bzw. Kathmandu?
Diedamskopf mit einem Meter Pulverschnee bzw. der lokale Markt in Gongabu, Ganeshstan, wo die alten Frauen mit ein paar Tomaten auf einem Leinensack die Ernte aus ihrem Garten verkaufen, es nach Chai (Tee mit Zimt) riecht und weit und breit kein Tourist ist.

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