Kurz gefragt …

Streifen Sie nachts durchs ­Museum?
(lacht) Ich habe eine andere Ideal­vorstellung von „Nachts im Museum“, als der gleichnamige Film. In der Dunkelheit sieht man leider nicht, was den Reiz des Museums ausmacht.

Welches Objekt hätten Sie noch ­gerne in Ihrer Sammlung?

Wir hätten wahnsinnig gerne noch ein Werk von El Greco oder einen Golia. Oder auch das eine oder andere Elfenbeinobjekt – meine Fachkompetenz.

Welches Werk würden Sie gerne bei sich zuhause aufhängen?
(lacht) Ich habe das Glück, dass ich täglich im Museum von so vielen wunderbaren Werken umgeben bin, dass es mir definitiv zuviel wäre, sowas zuhause zu haben. Außerdem sind unsere privaten Räumlichkeiten nicht für ein großes Format von Rubens ausgerichtet.

Können Sie sich erklären, warum sich Menschen immer das Kinn halten, wenn sie vor einem Gemälde stehen?
(lacht) Das hat wohl mit der Denkerpose zu tun, aber das ist jetzt nur meine Küchenpsychologie. Aber es stimmt, das ist wirklich auffallend. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür habe ich allerdings nicht.

Haben Sie schon einmal mit einer Rückkehr ins Ländle geliebäugelt?
Ja, schon mehrere Male. Vorarlberg ist so ein wunderschönes Land. Ich liebe es wirklich. Es ist es nach wie vor meine Heimat – mit der ich immer mehr Zuneigung verbinde, je älter ich werde. Aber solange ich berufstätig bin, bin ich an Wien gebunden. Ich nutze persönlich aber wirklich jede Gelegenheit, nach Vorarlberg zu kommen – privat wie auch beruflich.

Welches Museum abseits des KHM muss man gesehen haben?
Jedes. Das Wichtigste ist, dass man das Museum als Ort wahrnimmt, der einem gut tut. So unterschiedlich die Menschen, Stimmungen und Bedürfnisse sind – so unterschiedlich sind auch die Museen. Jeder sollte in seinem Leben ins Museum gehen – je öfter, desto besser. Und wenn es nur einmal sein kann, ist dieses eine Mal auch eine ganz wunderbare Gelegenheit.