SCHNITTE MIT SCHAMPUS

„Finale, oho!“

Das Highlight für viele Faschings-Fans sind ja die letzten Tage mit Hohenemser Freinacht, Frastanzer Nachtumzug, Faschingsdienstag und letzten Umzügen und Konzerten. Die letzten Jahre habe ich gar nicht erst versucht, dem Finale fernzubleiben, sondern mich mitten ins Getümmel gestürzt. Dabei sind mir einige klassische Faschingsevent-Vorurteile aufgefallen …

1„Ma hot nirgends an Platz“: Stimmt nicht. Man hat Platz. Man muss sich halt welchen schaffen, die Ansprüche runterschrauben. Der große Tisch im Gasthaus wird es wohl nicht werden. Man kann aber rechtzeitig losgehen und erstmal eine kleine Sondierungsrunde drehen. Diese verhalf mir letztes Jahr am Rosenmontag zu einem ganzen Tisch in der Habsburg, den ich bis frühmorgen okkupierte – ich und zahlreiche Freunde, die zwischendurch
vorbeirauschten.

2„Do muas ma sufa“: Stimmt nicht. Na gut, Menschen, die normalerweise absolute Faschingsverweigerer sind, so wie ich, brauchen möglicherweise den einen oder anderen Gespritzten, um im wilden Treiben nicht zu verzweifeln, aber wenn man tatsächlich am Folgetag arbeiten sollte, klappt es auch mit Eistee und alkoholfreien Cocktails.

3„Wer am Rosenmontag knutscht, der knutscht nur für an Obad“: Meistens schon, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. An dieser Stelle Glückwunsch an meine Freunde T. und D. zum morgigen Jahrestag!

4„Ma muas sich verkleida“: Ja. Muss man echt. Wer Umzüge & Co statt im witzigen Kostüm in Zivil besucht, ist echt daneben … so wie ich.

5„D’ Musik hot überall Platz“: Stimmt. Die Jungs und Mädels von den Guggamusigen & Co, die traditionell im Fasching von Event zu Event ziehen und aufspielen, finden selbst auf ein paar Zentimetern noch ein Plätzchen. Sei es auf der Bar oder auf einem Tisch, völlig egal. Wichtig: Bringt eure Getränke und Habseligkeiten in Sicherheit!

Das Meiste ist gesagt – jetzt gibt es nur noch eines: Ab ins Kostüm und Vollgas! Viel Spaß beim Faschingsfinale!

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In „Schnitte mit Schampus“ schreibt W&W-Redakteurin Melanie Renner augenzwinkernd über Frauenthemen, die manchmal auch Männer bewegen.