Bild

SCHNITTE MIT SCHAMPUS

„Fast-Food-Fluch“

Ich bin verflucht. Das denke ich zumindest manchmal. Aber es ist schon auffällig, wie oft ich derzeit, weil es sich gerade so ergibt, in Fast-Food-
Lokalen lande.

Ich finde das schrecklich. Ich bin nämlich wirklich eine leidenschaftliche – und laut Aussagen diverser Verkoster – auch recht gute Köchin. Ich habe ein Regal voller Kochbücher, die ich alle von A-Z gelesen habe. Wenn andere bei H&M und im Schuhladen shoppen, bin ich nebenan im Haushaltswarengeschäft und vergleiche Hackbretter und Entsafter.

Ich stehe also durchaus mal acht Stunden zuhause am Herd, nur um eine Ramen-Brühe zu bekommen. Doch sowie diese fertig ist, rufen Freunde an, wir gehen aus, und am Tag darauf bin ich vor lauter Müdigkeit nicht dazu imstande, auch nur die Herdplatte einzuschalten. Da hilft nur eins: Rasch ins Auto und ab zur Burgerbude. Die Ramen-Brühe schwappt derweil im Kühlschrank traurig vor sich hin.

Derzeit auch sehr beliebt: Meine bessere Hälfte geht einkaufen, da ein großartiges Abendessen auf dem Plan steht – und dann kommt mir bei der Arbeit was dazwischen oder er muss Mutti helfen – und dahin sind die schönen Pläne. Der Kühlschrank bleibt so voll, wie er ist, Herr und Frau Melanie fahren schnell zu „Mäcces“.

Auch schon vorgekommen: Ich komme vom Laufen zurück, bin stolz auf meine Leistung – und wirklich mal zu faul zum kochen. Also ab zum Fast-Food-Lokal …

Dort sitze ich dann also rum, mampfe an meinem pappigen Brötchen mit extra viel Gluten, starre genervt aus dem Fenster und träume von ordentlicher Pasta Bolognese oder selbst gemachten Dim Sum. Eigentlich hätte ich ja alles, was man braucht, daheim. Und in der Zeit, in der ich meine Fast-Food-Aktion beende, wäre auch das Kochen fertig gewesen. So ein Mist.

Wie haltet ihr euch von Fast-Food-Attacken und Versuchungen ab?

Schreibt mir eure Meinung an
redaktion@wannundwo.at

In „Schnitte mit Schampus“ schreibt W&W-Redakteurin Melanie Renner augenzwinkernd über Frauenthemen, die manchmal auch Männer bewegen.