„Zipperlein“

Es ist wieder einmal an der Zeit für ein Geständnis. Der eine oder andere hat es vielleicht aus vergangenen Kolumnen bereits erraten: Ich bin ein absoluter Hypochonder. Also, so richtig. Ich renne zwar nicht wegen allem sofort zum Arzt, aber ich denke bei jeder Beschwerde, dass ich todkrank bin.

Drückender Kopfschmerz? Ganz klar, es muss ein Tumor sein. Schmerzen in der Brust? Ein Herzinfarkt, ganz eindeutig. Böse Kreuzschmerzen? Das kann niemals vom vorherigen Kistenheben kommen – es ist mit Sicherheit ein Bandscheibenvorfall, ich weiß es genau!

Mein persönliches Umfeld ist von meinen dramatischen Selbstdiagnosen gleichermaßen genervt, wie amüsiert. Glauben tun sie mir halt doch nichts – bis auf das eine Mal, als es wirklich ernst war, aber ansonsten ernte ich für meine vermuteten Lungenembolien, Schlaganfälle und Thrombosen meistens nur ein – zugegebenermaßen verdientes und genervtes – Augenrollen.

Okay, ja, ich übertreibe – aber wie viele haben schon gesagt „Ich hab nichts“ und sind dann einfach nicht mehr
aufgewacht?

Man muss doch auf sich achten! Ich stelle mir gerade vor, wie meine Familie diesen Text heute liest und den Kopf schüttelt, aber ich denke das wirklich. Lieber einmal zu viel zum Arzt, als einmal zu wenig. Da fällt mir auf, ich habe so brennende rote Flecken am Arm … ich muss mal kurz weg.

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In „Schnitte mit Schampus“ schreibt W&W-Redakteurin Melanie Renner augenzwinkernd über Frauenthemen, die manchmal auch Männer bewegen.

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