SCHNITTE MIT SCHAMPUS

„Hüllenlos“

Beim samstagnächtlichen TV-Zapping blieb ich letzthin an zwei riesigen Brüsten hängen. Diese gehörten Gina-Lisa Lohfink und waren laut Teletext Teil einer „Nackt-Kuppelshow“ namens „Adam such Eva“. Eine Nackt-Kuppelshow?!

Na gut, dachte ich, sehen wir uns das mal an. In dieser Sendung sind ein paar mehr oder weniger gutaussehende und ganz sicher leicht verzweifelte junge Leute auf einem ziemlichen coolen Segelschiff eingesperrt, wo sie hoffen, die große Liebe zu finden. So weit, so gut.

Der Clou dabei: Die Jungs und Mädels sind alle und zu jeder Zeit so nackt, wie Gott sie eben schuf – bis auf ein paar Tattoos, Schmuck und eine Menge Silikon.

Bei verschiedenen Spielen können die nackten Teilnehmer der Show romantische Dates gewinnen, während denen sie so tun, als würden sie ihrem Gegenüber auch zuhören und nicht nur auf dessen baumelnde Geschlechtsteile starren.

Zuhören rentiert sich jedoch durchaus, man verpasst sonst einige echte Perlen wie Gina-Lisas Prahlerei über ihre Künste in der Horizontale oder die verbalen Giftpfeile, die speziell die weiblichen Kandidat­innen gerne mal aufeinander abschießen.

Im Großen und Ganzen ist „Adam sucht Eva“ wie ein verdammt böser Autounfall: Man will eigentlich nicht hinsehen, tut es aber trotzdem. Geht ja nicht anders, Gina-Lisas Hupen springen einem einfach zu sehr ins Auge. Schiff ahoi!

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In „Schnitte mit Schampus“ schreibt W&W-Redakteurin Melanie Renner augenzwinkernd über Frauenthemen, die manchmal auch Männer bewegen.

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