SCHNITTE MIT SCHAMPUS

„Verpasste Freuden“

Meine Freundin C. kam kürzlich freudestrahlend auf mich zu: „Ich hab gerade wieder was auf meiner ‚Vor-30-Bucket-List‘ abgehakt! Ich bin im Urlaub mit einem Delfin geschwommen!“ Äh…. ja. Cool. Aber… äh…. ja. Ich mag Delfine, ich mag schwimmen, ich finde es gut, Ziele zu haben, aber mit diesen „Bucket-Lists“ kann ich nichts anfangen. Vor allem, wenn sie Dinge enthält, die man vor dem Alter von 30 Jahren gemacht haben will, denn dafür habe ich nicht mehr so lange Zeit. Während alle um mich herum also fröhlich ihre coolen, den aktuellen Trends angepassten Listen von Erledigungen haken, habe ich mir mal schnell eine „Anti-Bucket-List“ erstellt. Hier ist eine Liste der Dinge, die ich vor 30 nicht gemacht haben will!

l Eine Anti-Falten-Creme kaufen: Ich kenne so viele Mädels in meinem Alter, die ihre fast noch jungfräuliche Haut täglich mit Anti-Aging/Regenerating/Superhydra/Blabla-Cremes zuballern. Pflege ist gut, aber Anti-Falten-Produkte mit 29? Come on.

2 Graue Haare färben: Ich habe keine. Rede ich mir ein!

3 Fallschirmspringen: Nein. Nein, danke. Bungee Jumping hat mir vollends gereicht, und da bin ich nicht gesprungen, sondern runtergefallen, als ich mich umdrehen wollte. Zwar versucht mein Freund permanent, mich zum Sprung aus dem Flugzeug zu überreden, aber mir sind meine Knochen lieb und seine auch. Tut mir leid, Schatz, aber du willst mein Gewicht wirklich nicht auffangen, glaub mir. Vielleicht in zwei Jahren dann.

4 Zehn Kilo abnehmen: Will ich zwar theoretisch schon, aber nicht mehr vor meinem Dreißiger. In den Zwanzigern soll man es sich ja noch gut gehen lassen, bevor dann der Ernst des Lebens beginnt. Projekt Gewichtsverlust wurde also auf September verschoben (vielleicht dann in einer tatsächlichen „Bucket-List“).

5 Jason Momoa treffen: Weil Punkt 4.

Nun gut…. der Rest ist mir eigentlich egal, ich bin ja anspruchslos. Jetzt muss ich das nur noch ein halbes Jahr durchziehen. Mal sehen, ob ich es schaffe. Wünscht mir Glück!

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In „Schnitte mit Schampus“ schreibt W&W-Redakteurin Melanie Renner augenzwinkernd über Frauenthemen, die manchmal auch Männer bewegen.