Arbeitnehmer brauchen jetzt unsere Hilfe

Jetzt geht es um jeden Arbeitsplatz!  Fotos: handout/Alex Halada/ picturedesk.com; Shutterstock

Jetzt geht es um jeden Arbeitsplatz!  Fotos: handout/Alex Halada/ picturedesk.com; Shutterstock

AK-Präsident Hubert Hämmerle empfiehlt: Jetzt nicht kündigen, sondern in Kurzarbeit schicken!

Österreich stemmt sich mit aller Kraft gegen die Auswirkungen des Coronavirus. Das 38-Milliarden-Euro-Hilfspaket des Bundesregierung ist in den Augen von AK-Präsident Hubert Hämmerle „absolut richtig und notwendig“. Jetzt gilt es um jeden Preis, Arbeitsplätze zu erhalten. Dazu zählt die massive Hilfe für die Wirtschaft. Allerdings muss ein Teil dieses Geldes auch für Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, die in Not geraten. Für jene Menschen, die in der Corona-Krise für alle anderen den Kopf hinhalten, fordert der AK-Präsident einen „Risikozuschlag“ von 500 Euro netto pro Monat. Sie arbeiten in den Spitälern und Pflegeheimen, im Lebensmittelhandel und in den Apotheken, in Arztpraxen oder als Mitarbeiter im Personenverkehr. „Alle, die derzeit unermüdlich im Einsatz stehen, haben sich laut Hämmerle mehr als nur lobende Worte verdient.“

Für Kurzarbeit

Um jeden Preis muss verhindert werden, dass jetzt Arbeitsplätze vernichtet werden. Deshalb empfiehlt der AK-Präsident eindringlich das neue Kurzarbeitsmodell. Bei dieser Corona-Kurzarbeit wird die Normalarbeitszeit vorübergehend reduziert. Mitarbeiter erhalten gestaffelt nach Einkommen zwischen 80 und 90 Prozent ihres Nettoentgelts – unabhängig davon, wie viel sie in der Kurzarbeitszeit arbeiten. Wer mehr als 2685 Euro verdient, bekommt 80 Prozent des vor der Kurzarbeit bezogenen Nettoentgelts, zwischen 1700 und 2685 Euro netto sind es 85 Prozent, und unter 1700 Euro werden 90 Prozent gezahlt. Der Dienstgeber zahlt nur für die tatsächlich geleistete Arbeitszeit, den großen Rest das AMS. Zum Vergleich: Bei Arbeitslosigkeit erhält man nur 55 Prozent des bisherigen Entgelts, abhängig von den jeweiligen Ansprüchen.