„Albträumerischer“ Thriller

Während der Dichter (Javier Bardem) die Situation genießt, leidet seine Frau (Jennifer Lawrence) extrem darunter. Foto: Paramount Pictures

Während der Dichter (Javier Bardem) die Situation genießt, leidet seine Frau (Jennifer Lawrence) extrem darunter. Foto: Paramount Pictures

Darren Aronofsky hat schon einige verstörende Filme gemacht. „mother!“ erreicht dabei aber neue Dimensionen!

Ein Paar (Javier Bardem und Jennifer Lawrence) hat sich in ein abgeschiedenes Landhaus zurückgezogen. Er ist Autor und kämpft mit einer Schreibblockade, sie versucht, das Anwesen wieder auf Vordermann zu bringen. Aus heiterem Himmel tauchen ein Fan des Dichters (Ed Harris) sowie seine respektlose Ehefrau auf – und gehen einfach nicht mehr! Während er die Aufmerksamkeit genießt, fühlt seine Frau sich sehr unwohl mit den ungebetenen Gästen im Haus.

„Hier ist Jacky!“

Was so gemächlich beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem absolut fürchterlichen Horrortrip, ganz in der Tradition von „Shining“ (1980). Alles wirkt bedrohlich und unwirklich, was sich, je länger der Film dauert, zu beinahe unerträglichem Horror entwickelt. Aronofsky verzichtet – ob gewollt oder nicht – auf allzu viel Subtext, sondern lässt die Figuren und deren Emotionen ungefiltert aufeinander prallen. Der Zuschauer erlebt alles mehr oder weniger aus der Perspektive der von Jennifer Lawrence grandios gespielten Ehefrau. Die kraftvolle Konsequenz und skrupellose Nüchternheit führen schließlich zu einem Ende, das einem ein eigenartiges Gefühl mit auf den Nachhauseweg gibt. Manche werden sagen, dass Aronofsky ab und zu übers Ziel hinausschießt, aber gerade das macht diesen packenden Thriller am Ende aus.

Infos

mother!

USA; 122 Minuten

Genre: Thriller, Horror

Regie: Darren Aronofsky

Besetzung: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer


Altersfreigabe: Ab 16 Jahren


Fazit: Ein echter Aronofsky, der viel Raum für eigene Interpretation lässt!

Bewertung:

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