ES passiert alle 27 Jahre!

Pennywise sieht furchteinflößend aus, aber irgendwie wars das dann auch schon. Foto: Warner Bros.

Pennywise sieht furchteinflößend aus, aber irgendwie wars das dann auch schon. Foto: Warner Bros.

Wer in der Zwischenzeit älter geworden ist, wird sich bei der aktuellen Neuverfilmung aber nur dezent gruseln.

„Es“ von 1990 hat bei vielen Kindern der 80er- und 90er-Jahre ein echtes Trauma hinterlassen. Unzählige haben furchtbare Erinnerungen, wie sie diese schockierende Stephen King-Verfilmung als Jugendliche angesehen haben – heimlich, alleine, es war verboten! Wer 2017 deswegen mit großen Erwartungen ins Kino geht, wird leider enttäuscht. Andrés Muschietti hat alles versucht, um die Stimmung des Originals ins 21. Jahrhundert zu übertragen, aber irgendwie gelingt es einfach nicht, dass beim Anblick des Gruselclowns im Kinosaal Schreie zu hören sind.

Coming-of-Age-Thriller

Um diese Kritik zu rechtfertigen, bedarf es (Achtung!!) leider des einen oder anderen kleinen Spoilers: „Es“ spielt mit den Ängsten von Kindern, die aber in ihrer realen Ausprägung viel mehr unter die Haut gehen, als wenn Pennywise grinsend mit leuchtenden Augen herumzappelt, bevor er zu Werke geht – was auch meistens erst nach einem Schnitt passiert und so der Fantasie überlassen wird. Der pädophile Vater, Schläger in der Schule oder ein gruseliges altes Haus sorgen für Gänsehaut im Kino. „Es“ funktioniert als spannender Coming-of-Age-Thriller, aber dafür braucht es keinen bösen Clown, der alle 27 Jahre Jagd auf Kinder macht. Lobend hervorzuheben sind aber auf jeden Fall die Leistungen der jungen Schauspieler, die „Stranger Things“-Fans begeistern werden! Auf Teil 2, der für den Sommer 2019 angekündigt wurde, darf man jedefalls gespannt sein.

Infos

ES

USA; 135 Minuten

Genre: Horror, Thriller

Regie: Andy Muschietti

Besetzung: Bill Skarsgård, Jaeden
Lieberher, Finn Wolfhard


Altersfreigabe: Ab 16 Jahren


Fazit: Wer die Altersbeschränkung erfüllt, braucht keine Angst zu haben.

Bewertung:

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