Echte Helden vor der Kamera

Spencer Stone und seine Freunde retteten durch ihren mutigen Einsatz vielleicht Hunderten das Leben. Foto: Warner Bros.

Spencer Stone und seine Freunde retteten durch ihren mutigen Einsatz vielleicht Hunderten das Leben. Foto: Warner Bros.

„The 15:17 to Paris“ erzählt von den drei jungen Amerikanern, die im August 2015 einen Terroranschlag im Zug verhinderten.

Die Protagonisten Anthony Sadler, Alek Skarlatos und Spencer Stone spielen sich in Clint Eastwoods neuem Film alle selbst, was dem Film noch zusätzliche Authentizität verleiht. Am 21. August 2015 wurden die jungen Amerikaner im Thalys-Zug Nr. 9364 von Amsterdam via Brüssel nach Paris zu Helden. In „The 15:17 to Paris“ erzählt Regisseur Eastwood nicht nur von dem Ereignis, das in aller Welt für Aufsehen sorgte, sondern beleuchtet auch die Leben und die Freundschaft von Anthony, Alek und Spencer. Ohne dieses starke Band wären die drei nicht in der Lage gewesen, den Anschlag zu verhindern.

Spannungsbogen fehlt

Die Idee von Clint Eastwood, dass sich die drei jungen Helden in „The 15:17 to Paris“ selbst spielen, war riskant. Sie machen die Sache aber richtig gut und kommen auf der Leinwand sehr natürlich rüber. Vom Film selbst kann man das allerdings nicht behaupten, da viele Elemente leider sehr gekünstelt wirken. Das liegt in erster Linie daran, dass die Zuseher – abgesehen von den Lebensgeschichten der drei US-Amerikaner – keinerlei neue Informationen zu den Geschehnissen bekommen. Somit ging der komplette Inhalt des Films schon vor knapp zwei Jahren in den Nachrichten um die Welt. Ein fesselnder Spannungsbogen fehlt, denn die Geschichte über die Freundschaft der drei Helden bringt auch nicht unbedingt hochbrisante Elemente in die Story ein. Aufregend wird es erst, als die drei den Trip durch Europa starten und schlussendlich durch ihren selbstlosen und mutigen Einsatz den Terroranschlag verhindern und 500 Menschen das Leben retten.

Infos

The 15:17 to Paris

USA; 94 Minuten

Genre: Drama, Thriller

Regie: Clint Eastwood

Besetzung: Spencer Stone, Anthony Sadler, Alek Skarlatos


Altersfreigabe: ab 14 Jahren


Fazit: Der filmreifen Story fehlt leider über weite Strecken die Spannung.

Bewertung:

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