Undercover im Ku-Klux-Klan

Wenn sich Ron Stallworth (John David Washington, rechts) mal nicht unter der weißen Kapuze verstecken kann, übernimmt sein Partner Flip Zimmerman (Adam Driver). Foto: Universal Pictures

Wenn sich Ron Stallworth (John David Washington, rechts) mal nicht unter der weißen Kapuze verstecken kann, übernimmt sein Partner Flip Zimmerman (Adam Driver). Foto: Universal Pictures

„BalacKkKlansman“ ist die wahre Geschichte von Ron Stallworth, der sich in den 70ern bei dem rassistischen Geheimbund einschlich.

Regisseur Spike Lee („Malcolm X“ 1992) ist dafür bekannt, dass er sich in seinen Filmen mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigt. Auch gilt er als Mitbegründer des „New Black Cinema“ und entdeckte afroamerikanische Schauspieler wie Halle Berry, Denzel Washington, Samuel L. Jackson und Laurence Fishburne. Mit „BlacKkKlansman“ läuft seit wenigen Tagen sein neuester Streifen in den Kinos, für den er sich eben die wahre Geschichte des afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth hergenommen hat, der in den 1970er-Jahren nicht nur der erste Schwarze seines Departments war, sondern es außerdem schaffte, den Ku-Klux-Klan zu unterwandern.

Brisantes Thema

Lee geht ganz in der Tradition des „New Black Cinema“ an die Sache heran und mischt verschiedene Filmstile zu einem beeindruckenden Gesamtwerk. Witzig, grotesk, ernsthaft, satirisch, clever und mit viel Power richtet er das Fadenkreuz auf die Kapuzenträger. Ein gelungener Film, der das aktuell wieder äußerst brisante Thema Rassismus in eine spannende Geschichte packt und intelligent den Finger in die Wunde legt.

Infos

BlacKkKlansman

USA, 136 Minuten

Genre: Biografie, Komödie, Krimi

Regie: Spike Lee

Besetzung: John David Washington, Adam Driver, Topher Grace


Altersfreigabe: ab 12 Jahren


Fazit: Man merkt, dass Spike Lee genau weiß, was er tut. Er erreicht sein Ziel auch ohne moralischen Zeigefinger.

Bewertung:

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