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Willkommen in der Zukunft!  Foto: Kinostar

Willkommen in der Zukunft!  Foto: Kinostar

Blöd, wenn der Genozid am eigenen Volk nicht ganz hinhaut. In „The Domestics“ geht es um die Überlebenden.

Die USA in der Zukunft: Politische Konflikte, Rassenunruhen, Seuchen, Gewalt, Kriminalität, Hunger und Überbevölkerung machen die reiche Industrienation langsam aber sicher unbewohnbar. Die Lösung der Regierung ist so einfach wie grausam, denn für einen Neustart wird kurzerhand beschlossen, die komplette Bevölkerung zu vergiften. Viele sterben, manche fliehen, aber ein paar überleben den Genozid durch den Staat. Letztere finden sich in einer postapokalyptischen Welt wieder, die von Gangs kontrolliert wird und man lebt nach dem Gesetz des Stärkeren. Ohne staat­liche Kontrolle tun sich die Abgründe des menschlichen Daseins auf. Regisseur und Autor Mike P. Nelson zeichnet ein ziemlich düsteres Bild der zukünftigen Menschheit.

Irgendwas fehlt

So pessimistisch die Ideen von Nelson auch sein mögen, er schafft es leider nicht, seine Vorstellungen auch filmisch konsequent durchzuziehen. Vieles erstickt sich quasi selbst schon im Keim und so kann „The Domestics“ einfach nicht mit genreverwandten Vorgängern mithalten. Auch in „Mad Max“ oder „Idiocracy“ sind die meisten Menschen abgefuckte dumme Ärsche. In diesen Filmen wird das Potenzial dieser Prämisse aber auch richtig ausgenutzt. Schlussendlich ist „The Domestics“ dann leider nur eine Sammlung an richtig fiesen Ideen, die unglaublich blutig umgesetzt werden, einen aber trotzdem nie so richtig packen. Bewertung: 3/6

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