„Episode IX“: Der innere Konflikt

„Pew Pew“: Am Mittwoch startete „Star Wars – Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers“ in den österreichischen Kinos und bringt die vor 42 Jahren begonnene Saga zu einem Ende. Ist die Macht nun im Gleichgewicht?

Nun ist er da, der finale Teil der Trilogie, die die Skywalker-Saga nach über vier Jahrzehnten zu Ende erzählt. Und er lässt die Zuschauer mit vielen Antworten – aber auch vielen neuen Fragen – zurück. Der Film ist schnell. Und spektakulär. Und actiongeladen. Und zeigt Bilder, die sich für immer ins kollektive Gedächtnis brennen werden. Im Mittelpunkt von „Episode IX“ stehen die inneren Konflikte von Rey (gespielt von einer großartigen Daisy Ridley) und Kylo Rens (ein ebenso grandioser Adam Driver) sowie der (vorläufig) finale Kampf zwischen der dunklen und hellen Seite der Macht. Und auch der Film selbst ist in einem steten Kampf zwischen hell und dunkel.

Die helle Seite

Es gibt Wiedersehen und emotionale Abschiede mit und von altbekannten Figuren, neue Machtfähigkeiten, die größten Raumschiffflotten und Weltraumschlachten der „Star Wars“-Geschichte und Lichtschwertkämpfe, die man so noch nicht gesehen hat. Komplettiert wird das Ganze durch einen sympathischen Cast, tollen Humor, putzige Droiden und (letztmals) den epischen Soundtrack von John Williams. Mit dem Satz „Die Waffe eines Jedi verdient es, mit mehr Respekt behandelt zu werden“ kontert J.J. Abrams seinen Regie-Vorgänger Rian Johnson, der Luke Skywalker in „Episode VIII“ sein Lichtschwert einfach eine Klippe hinuterwerfen ließ. Ein Moment der Genugtuung für alle Jedi – und wohl auch für den Regisseur selbst.

Die dunkle Seite

„Ich habe da ein ganz mieses Gefühl“, lautet ein Running Gag im Sternenkrieg. Und auch im abschließenden Teil der Skywalker-Saga gibt es einige Momente, die im Zuschauer ein mieses Gefühl auslösen. Denn neben den inneren Konflikten der beiden Protagonisten, zeigt sich bei diesem Film auch der innere Konflikt bei Disney und das Hick-Hack um die Regie. Gerade in der ersten Stunde wirkt „Episode IX“ sehr gehetzt, ja fast so, als müsste vieles aus dem vorherigen Teil schnell wieder geradegebogen werden. Zuviel wird in die 142 Minuten Laufzeit gepackt, die Macht ist hier oftmals nicht im Gleichgewicht. Disney fehlte von Beginn an die Gesamtvision für seine neue Trilogie – das macht sich auch im Finale bemerkbar.

Fazit

J.J. Abrams tat, was von ihm erwartet wurde – mehr „Star Wars“ geht nicht. Das gefällt sicher den meisten, wohl aber längst nicht allen. Sicher ist aber: Die Fans werden in Scharen die Kinos stürmen. Möge die Macht mit ihnen sein!

<p class="caption">Lando Calrissian (Billy Dee Williams) nimmt erstmals seit „Episode VI – Die Rückkehr der Jedi Ritter“ wieder Platz im Cockpit des legendären „Millenium Falken“. Fotos: Walt Disney</p>

Lando Calrissian (Billy Dee Williams) nimmt erstmals seit „Episode VI – Die Rückkehr der Jedi Ritter“ wieder Platz im Cockpit des legendären „Millenium Falken“. Fotos: Walt Disney

<p class="caption">Die beiden Droiden BB-8 und D-O.</p>

Die beiden Droiden BB-8 und D-O.

<p class="caption">Spektakuläre Lichtschwertkämpfe.</p>

Spektakuläre Lichtschwertkämpfe.

<p class="caption">Ein Wiedersehen mit Prinzessin Leia.</p>

Ein Wiedersehen mit Prinzessin Leia.

<p class="caption">Neues Abenteuer für die neuen Helden.</p>

Neues Abenteuer für die neuen Helden.

<p class="caption">Wieder instandgesetzt: Kylo Rens Helm.</p>

Wieder instandgesetzt: Kylo Rens Helm.

Infos


Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers

USA/2019, 142 Minuten

Genre: Abenteuer, Action

Regie: J.J. Abrams
Darsteller: Daisy Ridley, Adam Driver, Mark Hamill, John Boyega, Oscar Isaac

Altersfreigabe: Ab 12 Jahren

Fazit: J.J. Abrams bringt mit „Episode IX“ ein „Star Wars“-Erlebnis für die ganze Familie. Ob die Episode die Saga befriedigend abschließt, muss jeder für sich entscheiden. Ein packendes Kinoerlebnis ist „Episode IX“ aber allemal.

Bewertung:

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