Computerhund in der Wildnis

„Mein Partner mit der falschen Schnauze“: In „Ruf der Wildnis“ begibt sich Harrison Ford mit seinem tierischen (CGI-)Freund Buck ins Abenteuer. Die Verfilmung der Buchvorlage von Jack London läuft aktuell im Kino.  Foto: Walt Disney

„Mein Partner mit der falschen Schnauze“: In „Ruf der Wildnis“ begibt sich Harrison Ford mit seinem tierischen (CGI-)Freund Buck ins Abenteuer. Die Verfilmung der Buchvorlage von Jack London läuft aktuell im Kino.  Foto: Walt Disney

Chris Sanders bringt den Literatur­klassiker „Der Ruf der Wildnis“ mit CGI-Hund Buck, Harrison Ford und Omar Sy erneut auf die große Leinwand. Im Kino.

„Ruf der Wildnis“ spielt im Nordamerika des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte des Bernhardiner-Mischlings Buck, der aus seinem gemütlichen Zuhause in Kalifornien entführt und an kanadische Händler verkauft wird. Im hohen Norden ist der Goldrausch ausgebrochen und der domestizierte Buck wird dazu gezwungen, als Schlittenhund zu arbeiten. Schließlich landet er beim Postboten Perrault (Omar Sy), der ihn in die entlegendsten Winkel Alaskas führt. Erstmals spürt Buck dabei den titelgebenden Ruf der Wildnis. Eines Tages wird Perraults Strecke aber eingestellt. Buck kommt zu Hal (Dan Stevens), der ihn schließlich erschießen will. In letzter Sekunde wird er vom graubärtigen Goldjäger John Thornton (Harrison Ford) gerettet, der sich fortan um den Vierbeiner kümmert und mit ihm die Wildnis erkundet.

Gekünstelter Tierheld

Der „Ruf der Wildnis“ aus der Feder Jack Londons wurde bereits mehrfach verfilmt, erstmals 1935. In Chris Sanders’ („Drachenzähmen leicht gemacht“) Neuauflage stammt der tierische Held erstmals vollständig aus dem Computer – ein Trend in Hollywood, der mal besser, mal schlechter umgesetzt wird. Bei Buck ist leider oftmals Zweiteres der Fall. Der CGI-Vierbeiner wirkt an vielen Stellen sehr gekünstelt – auch wenn die Animationen glücklicherweise nicht das miserable Niveau von „Cats“ erreichen. Dem eigentlich ernsten Stoff der Buchvorlage wirken die Computeranimationen aber negativ entgegen. Harrison Fords Charme macht aber vieles wett.

<p class="caption">Omar Sy spielt Perrault.</p>

Omar Sy spielt Perrault.

Infos


Ruf der Wildnis

USA/2020, 110 Minuten

Genre: Abenteuer, Drama
Darsteller: Harrison Ford, Dan Stevens, Omar Sy, Karen Gillian, Bradley Whitford
Regie: Chris Sanders


Fazit: Computeranimierte Tiere liegen aktuell im Trend und machen auch vor „Ruf der Wildnis“ nicht Halt. Leider sieht man Buck seine CGI-Herkunft zu jeder Zeit an – was dem Abenteuerfilm viel Spannung nimmt.

Bewertung:

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