In den Untiefen des alten Wiens

„Freud“ ist die erste Netflix-(Mystery-)Serie aus Österreich. Bild: Netflix

„Freud“ ist die erste Netflix-(Mystery-)Serie aus Österreich. Bild: Netflix

Am 15. März zeigt ORF 1 den Auftakt der ersten österreichischen ­Netflix-Produktion „Freud“ in Doppelfolge.

Der junge Sigmund Freud im Zentrum einer dunklen Verschwörung im Wien der Jahrhundertwende – das ist das Setting von „Freud“, der jetzt schon als deutschsprachiger Serienhit des Jahres apostrophierbaren ersten Koproduktion von ORF und Netflix. Am Montagabend feierte der dunkle Achtteiler seine Weltpremiere im Berliner Zoo Palast – als Eröffnung der Schiene „Berlinale Series“.

Koks, Begierde und Gewalt

Regisseur Marvin Kren („Blutgletscher“) ist es bei der starbesetzten Produktion gelungen, eine Mysteryserie von internationalem Format zu schaffen, die optisch im Chiaroscuro das Wien des Jahres 1886 wiederauferstehen lässt und den jungen, noch unbekannten Arzt Sigmund Freud (Robert Finster) in einen Malstrom aus Begierden und Gewalt treibt. So ist der junge, jüdische Mediziner gerade aus Frankreich zurückgekehrt, wo er erstmals mit der von seinen Standeskollegen als Hokuspokus belächelten Hypnosetechnik in Kontakt kam. Die kokainbefeuerten Feste der Wiener Oberschicht und die von den Eltern nicht goutierte Verlobung mit Martha bieten allenfalls kurzfristig Ablenkung von der dem Juden feindlichen Stimmung. Doch alsbald wird Freud in eine mysteriöse Verschwörung hineingezogen, in deren Zentrum das anämische Medium Fleur Salome (die Schweizerin Ella Rumpf, die heuer bei der Berlinale einer der Shootingstars ist) und eine diabolische ungarische Gräfin (Anja Kling) stehen.

Ab 23. März auf Netflix

ORF 1 startet am 15. März mit einer Doppelfolge in das mysteriöse Geschehen. Die weiteren Ausstrahlungen sind dann als Triplefolge für den 18. sowie den 22. März angesetzt. Und auf Netflix ist „Freud“ ab 23. März abrufbar.

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