Hesses Klassiker auf der Kinoleinwand

Der Vagabund und der Mönch verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft. Foto: Sony

Der Vagabund und der Mönch verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft. Foto: Sony

Das Literaturmeisterwerk von Herrmann Hesse ist auf der großen Leinwand zu sehen. WANN & WO hat „Narziss und Goldmund“ unter die Lupe genommen.

Die einen erinnern sich noch – mehr oder weniger fern – an den Schulkanon im Deutschunterricht, die anderen wittern ihre Chance auf eine Abkürzung bei der Pflichtlektüre: Die Rede ist von Herrmann Hesses Meisterwerk „Narziss und Goldmund“. Das Werk wurde nun von Stefan Ruzowitzky verfilmt und ins Kino gebracht. Die Geschichte ist generationenübergreifend bekannt: Goldmund wird als Junge von seinem Vater ins Kloster geschickt, um Mönch zu werden. Dort trifft er auf den frommen Narziss, der für die kommenden Kindheits- und Jugendjahre Goldmunds bester Freund wird. Doch immer mehr wird Goldmund klar, dass er nicht ins Kloster, sondern hinaus in die Welt gehört. Und so zieht er los, mit der Motivation seines Freundes Narziss im Rücken – bis die beiden eines Tages wieder aufeinander treffen. Unter weniger glücklichen Umständen allerdings. „Narziss und Goldmund“ ist nicht einfach nur eine Verfilmung des Literaturklassikers. Auf der Kinoleinwand werden Aspekte wie die „queere“ Verbindung zwischen den beiden Protagonisten deutlich stärker herausgearbeitet als im Buch – und der Stoff gewinnt so an Aktualität.

Infos


Narziss und Goldmund

Deutschland/2020, 118 Minuten

Genre: Spielfilm
Darsteller: Sabin Tambrea, Jannis
Niewöhner, Uwe Ochsenknecht
Regie: Stefan Ruzowitzky


Fazit: Die Bilder sind bisweilen (zu) episch, wenn selbst eine Pest-Stadt wie die
perfekte Insta-Kulisse aussieht. Die Schauspieler, allen voran Sabin Tambrea als Narziss machen das aber wieder wett.

Bewertung:

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