Ärger um „Mulan“

Die Neuauflage von „Mulan“ sorgt bei Filmfans und Aktivisten für Aufregung. Foto: Disney

Die Neuauflage von „Mulan“ sorgt bei Filmfans und Aktivisten für Aufregung. Foto: Disney

Mit der Realverfilmung des Disney-Zeichen­trickklassikers „Mulan“ hat sich der Mickey Maus-Konzern aus ­mehreren Gründen ­keinen Gefallen getan.

Seit 4. September ist „Mulan“ auf Disney+ für Abonnenten verfügbar – allerdings nur mit einem Premium-Account für zusätzlich 21,99 Euro. Eine Maßnahme, die bei den Abonennten des Dienstes nicht gut ankommt. Weiters wurden für die Filmadaption zwei Hauptcharaktere gestrichen – darunter der beliebte Drache Mushu. Doch damit nicht genug.

„Mulan“ sorgt politisch
für Wirbel

Wie etwa der britische „The Guardian“ schreibt, beuge sich Disney mit „Mulan“ der „nationalistischen Agenda Chinas“. So soll das Unternehmen mit den Behörden der chinesischen Provinz Xinjang zusammengearbeitet haben, wo die Regierung gegen die uigurische Minderheit vorgeht. Im Abspann wird zudem den chinesischen Sicherhheitsbehörden gedankt. Unter dem Hashtag #BoycottMulan fordern Aktivisten aus Hongkong den Boykott des Films.

Disney bezieht Stellung

Nun meldete sich Disney-CFO Christine McCarthy zu Wort und verteidigt den Film. In ihrem Statement betont McCarthy gegenüber „Deadline“, dass „Mulan“ größtenteils in Neuseeland gedreht wurde und es zwingend eine Genehmigung der chinesischen Regierung brauche, um in China drehen zu dürfen. Was die bisherigen Zahlen zum Film angeht, zeigt sich die Finanzchefin „sehr zufrieden“: Auf Disney+ haben am ersten Wochenende der Veröffentlichtung bereits 1,1 Millionen Haushalte den Film gestreamt.