„Eine Schweinerei“

Das verschobene Sci-Fi-Epos „Dune“ erscheint 2021 in den USA zum Kinostart auch direkt als Stream. Filmemacher sehen in dem Geschäftsmodell bereits das Ende des Kinos.  Fotos: Warner/AP

Das verschobene Sci-Fi-Epos „Dune“ erscheint 2021 in den USA zum Kinostart auch direkt als Stream. Filmemacher sehen in dem Geschäftsmodell bereits das Ende des Kinos.  Fotos: Warner/AP

Warner will in den USA ab 2021 Kinofilme am Starttag auch als Stream auf HBO Max veröffentlichen. Heftige Kritik über das Vorhaben hagelt es von „Tenet“-Regisseur ­Christopher Nolan.

„Es ist eine einseitige Entscheidung, die das Studio getroffen hat“, sagte Nolan kürzlich in einem Interview über die Pläne der Warner-Studios. „Sie haben nicht einmal den involvierten Personen Bescheid gegeben“, so der britische Regisseur.

Bangen um die weitere Zukunft des Kinos

Das Filmstudio hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass seine für 2021 vorgesehenen Filme, darunter ein neuer „Matrix“-Film, „Dune“ und „In the Heights“ in den USA gleichzeitig im Streamingdienst HBO Max und in Kinos starten würden. Deshalb gab es Bedenken, dass es um die Zukunft der Kinos nicht gut bestellt sei. „Ich habe noch nie jeden so verärgert über eine bestimmte Entscheidung gesehen“, so Nolan und weiter: „Es ist nicht richtig. Und es ist keine gute Geschäftsentscheidung. Es hat alles etwas von einer Schweinerei.“ Warner Bros. kommentierte das zunächst nicht.

„Menschen werden immer ins Kino gehen wollen“

Nolan ist einer der wichtigsten Regisseure des Filmunternehmens. Er ist der erste Filmemacher von Warner Bros., der sich öffentlich zu der Angelegenheit geäußert hat. Jeder seiner Filme seit „Insomnia“ von 2002 ist bei Warner Bros. gelaufen, darunter seine „Batman“-Trilogie. „Ich denke, jeder in diesem Geschäft versteht voll und ganz, dass langfristig die Menschen immer ins Kino gehen wollen werden“, sagte Nolan.

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