„Das Spice muss fließen!“

In Denis Villeneuves „Dune“ ist der Wurm drin. Buchstäblich. Das Sci-Fi-Epos läuft ab sofort im Kino.

Frank Herberts „Dune – der Wüstenplanet“ ist ein Meilenstein der Science-Fiction und galt bislang als unverfilmbar. In den 1980er versuchte sich Kultregisseur David Lynch an dem Stoff – und versagte kläglich. Nun wagte sich der kanadische Regisseur Denis Villeneuve an die epische Erzählung und zeigt einen Film, der sich lange ins Gedächtnis brennt – mit einem Cast, der in jeder Sekunde der 156 Minuten Laufzeit brilliert.

Darum geht’s

Die Geschichte von „Dune“ zu erklären, sprengt hier den Rahmen, hat der Autor doch ein ganzes „Dune­iverse“ erschaffen. Doch in aller Kürze: Die Häuser Atreides und Harkonnen kämpfen um die Vorherrschaft über den Wüstenplaneten Arrakis – Dune –, denn nur hier gibt es die kostbare Droge Spice, die interstellare Reisen ermöglicht. Im Fokus steht der junge Held Paul Atreides (Timothée Chalamet), der es auf Arrakis mit Intrigen, Hexen, gewaltigen Sandwürmern (den geheimen Stars des Films) und dem Wüstenvolk der Fremen zu tun bekommt. Und der – wie es sich für ein Heldenepos gehört – zu Höherem bestimmt ist.

Ab ins Kino!

„Dune“ ist für das Kino gemacht. Jede Einstellung wurde für die große Leinwand produziert – untermalt vom großartigen Score aus der Feder Hans Zimmers, der den ganzen Saal erschüttert, wenn sich die gewaltigen Sandwürmer durch den Wüstenboden bohren. Die Zuschauer erwartet eine komplexe Geschichte in einer fantastischen Welt, ein Mix aus „Star Wars“ und „Game of Thrones“, inszeniert von einem Regisseur, der schon mit „Blade Runner 2049“ und „Arrival“ zeigte, dass er das Sci-Fi-Handwerk versteht und der sich mit „Dune“ einen Kindheitstraum erfüllte. Der Film endet in der Hälfte des ersten Romans. Doch „das ist erst der Anfang“, wird kurz vor dem Abspann klargestellt. „Part II“ ist bereits in Arbeit – und kann nicht schnell genug ins Kino kommen.

<p class="caption">Gewaltige Schlachten, Intrigen, Hexerei und vieles mehr: „Dune“ ist seit vielen Jahren das Beste, das in Sachen ­Science Fiction und ­Fantasy im Kino zu sehen war.</p>

Gewaltige Schlachten, Intrigen, Hexerei und vieles mehr: „Dune“ ist seit vielen Jahren das Beste, das in Sachen ­Science Fiction und ­Fantasy im Kino zu sehen war.

<p class="caption">Sandwurm im Anmarsch.</p>

Sandwurm im Anmarsch.

Infos


Dune

CAN, HUN, USA/2021, 156 Minuten, ­Science Fiction/Action


Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Rebecca Ferguson, Timothée Chalamet, Jason Momoa, Josh Brolin, Stellan Skarsgård uvm.


Fazit: Erwachsener als „Star Wars“ und das größte Kinoepos seit „Der Herr der Ringe“. Anschauen. Punkt.

Bewertung:

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