Lernen fürs Leben

Heute mache ich wieder einmal Werbung in eigener Sache. Keine Angst, ich erläutere Ihnen jetzt nicht meinen Body Mass Index oder lasse sie lesend an meinem letzten Fahrradausflug teilnehmen. Soweit geht meine Eigenwerbung nicht. Da ich auf keiner Liste für die kommende Nationalratswahl stehe, ist das auch nicht nötig.

Vielmehr geht es mir heute um etwas Berufliches, das mir sehr am Herzen liegt. Vor ein paar Wochen wurde in Schwarzach nämlich der 11.000ste Finanzführerschein übergeben. Was das ist? Eine Karte, nachempfunden dem echten Führerschein. Den bekommen Jugendliche, die mindestens drei Workshops zu den Themen Geld, Umgang damit, Planung der eignen Finanzen oder Vermeidung von Schuldenfallen absolviert haben. Angeboten werden diese Workshops von der ifs Schuldenberatung, der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer, vom Arbeitsmarktservice, vier Vorarlberger Banken, dem aha oder dem Jugendangebot der Katholischen Kirche.

Diese große Partnerschaft ist nämlich der Meinung, dass man den Umgang mit Geld genauso lernen kann wie Autofahren, Kochen oder Fremdsprachen. Wenn sich dann ein Landesrat extra auf den Weg nach Schwarzach macht und den Jugendlichen sagt, welch tolle Leistung sie mit der Absolvierung des Finanzführerscheins erbracht haben, ist nicht mehr viel hinzu zu fügen. Außer, dass er stolz auf dieses ganz besondere Angebot ist, das es in der Form in Österreich sonst nirgends gibt. Wenn dann auch noch ein Schüler sagt, dass er jetzt die typischen Gefahren im Umgang mit Geld kennt und weiß, wie er es besser machen kann, scheint etwas Gutes gelungen zu sein.

Nämlich, dass Jugendliche, die den Finanzführerschein absolvieren, besser gewappnet sind, wenn es in einigen Jahren darum geht, die Verantwortung fürs ein gutes Geldleben selbst zu übernehmen.

Und im Übrigen haben Sie Recht: Schulen, Vereine, Firmen, AMS-Projekte oder Verantwortliche der offenen Jugendarbeit können sich für Terminvereinbarungen gerne melden. Und wer sich informieren möchte, kann das einfach tun: Unter www.fitfuersgeld.at.


In „Kopfstücke“ hat der
Gastkommentator Peter Kopf Raum
für seine persönliche Meinung.
Diese muss nicht mit der der
Redaktion übereinstimmen.

Kopfstücke

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