Oma hin und her

Gertraud Burtscher denkt und handelt nicht „braun“, Vergangenheit hin oder her. Sie wird jetzt zur Täterin abgestempelt und die Beschuldiger merken nicht, dass sie dadurch selber Täter werden. Was jetzt an Kommentaren und „Aufdeckungsjournalismus“ veröffentlicht wird, ist Rufmord. Das Verhalten derer, die sie erst umworben, dann niedergemacht und für ihre Aufmerksamkeitssteigerung missbraucht haben, ist zutiefst beschämend. Kann es sein, dass irgendwelche Medien schon von Gertraud Burtschers Vergangenheit wussten und die mutigen Omas und Mütter aus Vorarlberg, trotzdem nach Wien pilgern ließen, um diese ins offene Messer laufen zu lassen? Könnte es sein, dass es ganz gelegen kam, das „ungeliebte“ Thema endlich tottrampeln zu können? Ist das Thema deshalb jetzt nicht mehr was es ist – eine himmelschreiende Ungerechtigkeit in allen Belangen? Könnte es sein, dass auch politisch Aktive der heutigen Zeit kurz fragwürdigen Ideologien nachrennen, um endlich an den „Futtertrog der parteipolitischen Knechtschaft“ zu gelangen? Als Sprecherin der Initiative Wertschätzung der Familienarbeit habe ich mich am Heldenplatz zu Wort gemeldet, im Rücken mein starkes Team. Ich war dabei – und bin es immer noch, weil es hier um ein Menschenrecht geht. Ich jedenfalls bin froh, ein freier Mensch zu sein und wählen zu dürfen, hinter welcher Sache ich stehe.

 
 Emma Fechtig,
 Egg

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