Noch immer kein Bischof

Seit dem Jänner 2016 wartet die Diözese Innsbruck auf einen Nachfolger von Bischof Manfred Scheuer. Die Betroffenen sind alle Mitglieder der gesamten Ortskirche, das ganze Diözesanvolk. Warum weiß dieses Diözesanvolk nicht, wie der Ernennungsprozeß läuft? Warum erfährt es nicht, wo es klemmt? Warum ist es machtlos, etwas zu unternehmen, wenn lange Zeit nichts geschieht? Warum hat es kein Mitspracherecht in Bezug auf die Kandidaten? Warum werden alle wichtigen Entscheidungen in der Diözese so lange blockiert? Wer sind die Leidtragenden? Braucht eine Diözese nicht dauernd eine kompetente und bevollmächtigte Leitung? Schadet eine so lange Sedisvakanz nicht sowohl der Diözese als auch dem Amt des Bischofs? Entsteht nicht der Eindruck, die Leitung durch einen Bischof sei letztlich gar nicht wichtig? Herrschen in diesem Ernennungsprozeß nicht Strukturen aus der Vergangenheit vor? Wo ist hier etwas von zeitgemäßen Strukturen zu sehen? Viele Fragen, deren Beantwortung für die Gegenwart und Zukunft der Kirche wichtig ist und noch mehr sein wird.

 Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn

Artikel 1 von 1