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Privates Silvesterfeuerwerk

Die Regierungsvorlage für das Pyrotechnikgesetz sah ein totales Verbot der Verwendung von privatem Feuerwerk im Ortsgebiet vor.

Der Verfassungsausschuss hat dann den Bürgermeistern ein Recht eingeräumt, dieses Verbot aufzuheben.

Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass „Gefährdungen von Leben, Gesundheit und Eigentum von Menschen oder der öffentlichen Sicherheit sowie unzumutbare Lärmbelästigungen nicht zu besorgen sind.“ Bei Steighöhen von bis zu 100m kann Brand- und Verletzungsgefahr in dicht besiedeltem Gebiet nicht ausgeschlossen werden. Im Gegenteil: Die Wahrscheinlichkeit von Unfällen steigt mit der Zahl der Verwender. Privates Silvesterfeuerwerk im Ortsgebiet ist unverantwortlich. Das begreifen immer mehr Vorarlberger Gemeinden. Nur in 19 von 96 wird das Verbot für Silvester noch aufgehoben. Als Negativbeispiel tut sich das dicht besiedelte Hard hervor, das die Böllerei bereits ab 16 Uhr erlaubt. Positiv zu erwähnen wäre Mellau, mit einem Zeitfenster von 23.30 bis 00.30 Uhr und natürlich jene Gemeinden, die seit Jahren Bewusstseinsarbeit leisten und Alternativen bieten, wie: Hittisau, Sulzberg, Koblach, Meiningen, Brand, Klösterle, Sankt Anton. Zu den in diesem Zusammenhang viel zitierten Traditionen unsere Kultur gehört auch die Wissenschaft, die uns erklärt, dass die Schwermetalle aus Feuerwerk in die Nahrungskette gelangen, dass der enorme Feinstaub aus Feuerwerk je nach Wetterlage tagelang in unserer Umwelt verbleibt, etc. Und für unsere Zivilisation maßgeblich ist der Interessensausgleich. „Freude“ ist kein Alleinstellungsmerkmal; und muss sich die Gegenüberstellung mit dem entstehenden Schäden und Problemen gefallen lassen.

 Elke Wörndle, Fußach

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