Kopfstücke

30 Jahre ifs- Schuldenberatung

Viele werden heuer dreißig. Ich gehöre nicht mehr dazu. Schon sehr lange nicht mehr. Der Vorteil: man hat schon sehr viel Lebenserfahrung. Schön, wenn man sie nützen kann.

Wer heuer auch dreißig Jahre alt wird, das ist die ifs Schuldenberatung. Genau, das ist die Institution, die ich seit vielen Jahren leiten darf. Dreißig Jahre sind eine lange Zeit. Und es geht mir dabei wie allen von Ihnen, die den Dreißiger auch schon länger hinter sich haben: eine lange Zeit, die aber sehr schnell vorbei gegangen ist. Oder hat sich die Zeit bei Ihnen in den letzten Jahren nur so dahin geschleppt?

Dreißig Jahre ifs Schuldenberatung das sind dreißig Jahre, in denen wir Menschen begleitet haben. Vor allem natürlich bei ihren Sorgen, die sie wegen ihrer Schulden hatten. Und dabei hat mich eines ganz stark beeindruckt. Wie engagiert und mutig diese Menschen sich ihrer Schuldensituation gestellt haben. Es ist nämlich bei Gott keine Honigschlecken, Schulden abzubauen und dadurch zu regulieren. Nein, es ist Knochenarbeit. Wer sich dem stellt, der verdient Respekt. Und bei meiner Arbeit ist mir ein Satz immer wieder eingefallen: „Es ist keine Schande Schulden zu haben. Es ist aber schade nichts dagegen zu tun.“ Weil es nämlich Möglichkeiten gibt. Vor allem seit einem halben Jahr, als der Privatkonkurs endlich so reformiert wurde, dass er für sehr viele Menschen eine Lösung darstellt. Das ist nämlich sehr vernünftig. Auch Volkswirtschaftlich. Oder glauben Sie, dass jemand etwas davon hat, wenn Menschen nicht entschuldet werden können? Genau. Niemand.

Und im Übrigen haben Sie Recht: Ich lade Sie heute ganz herzlich ein. Diesen Freitag, den 13. April 2018 um 17.00 Uhr eröffnen wir gemeinsam mit dem vorarlberg museum im Foyer des Museums eine Ausstellung. Mit einem für unsere Arbeit wichtigen Titel: „Wie viel ist genug?“ Und wir geben auch gleich die Antwort. Kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns auf Sie.


In „Kopfstücke“ hat der
Gastkommentator Peter Kopf Raum
für seine persönliche Meinung.
Diese muss nicht mit der der
Redaktion übereinstimmen.

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