Falsches Menschenbild

Nach dem Urteil des Linzer Sozialethikers Severin Renoldner ist die aktuelle Regierungspolitik weder ökologisch noch sozial oder am Gemeinwohl orientiert. Sie gehe von einem falschen, weil negativen Menschenbild aus, so als würden die Menschen nur andere ausnützen wollen. Besonders Asylbewerbende würden in der öffentlichen Propaganda so dargestellt. Ausländerfeindlichkeit zeige „dass man das Grundvertrauen in den Menschen verliert.“ „Fremdenhass und Nationalismus in Europa ist nur die Oberfläche, dahinter steht Menschenverachtung. Sie schädigt Wirtschaft und Gerechtigkeit.“ Die Politik sollte die Menschen „ermutigen, gemeinschaftsfähig zu werden, eventuell auch auf etwas verzichten oder teilen zu können.“ Wir brauchen eine nachhaltige Entwicklung: Weg von der Wegwerfwirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Und zweitens weltweit eine sozialere Verteilungspolitik. Christen so wie Nichtchristen sollen etwas tun, dass Leben auch in der nächsten Generation auf der Erde möglich bleibt. Diese Überlegungen von Renoldner sollten uns allen und besonders den Regierenden Politikern zu denken geben und uns helfen, unsere Einstellung zu den Menschen positiv zu verändern.
 
 Helmut Rohner, Dornbirn

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