Onko-Lobby vs. Kälber-Lobby

Jetzt muss Mensch lesen, dass Kälber anscheinend die stärkere Lobby haben sollen als kranke Kinder. Nun ja, das wage ich zu bezweifeln. Im Eifer des Gefechtes ist schnell was gesagt. Aber haben diese Themen eventuell tatsächlich etwas miteinander zu tun? Könnte sein: Was wird in der Onkologie behandelt? Zivilisationskrankheiten? Wir verfüttern unseren Kindern die „Lebens“mittel, die uns der Handel anbietet. Es herrscht ein bestialischer Wettbewerb im Lebensmittelhandel. Was da an Nahrungsmitteln in den Regalen liegt, ist meist ohne „Lebens“Wert. Gewächshaus-Gemüse aus Spanien, Billigfleisch aus aller Herrenländer und sonstiges Fast-Food. Und da kommen wir zu den (Ländle-) Kälbern. Sie sind ein Abfallprodukt der an sich schon hinterfragenswerten Milchindustrie, und müssen möglichst gewinnbringend „gehandelt“ werden. Dabei werden alle gesundheitlichen und ethischen Werte absichtlich missachtet, und die Behörden und Politiker sehen dabei zu. Nur um es sich nicht zu „verscherzen“. Traurig. Dem Kunden (potenzieller Wähler) wird ein Eingreifen suggeriert, passieren tut allerdings gar nichts. Ach so, doch: Es gibt ja jetzt die „Ländle-Kalbswurst“. Ich lach mich tot, für wie dumm halten die uns. Und dann wundern wir uns, dass unsere Kinder solche Krankheiten ausbaden müssen. Wir Kunden haben die Macht und auch die Verantwortung zur Veränderung. Die Onkologie muss im Land bleiben. Es ist erbärmlich, dass diese, unter diversen vorgeschobenen Gründen, aus rein wirtschaftlichen Berechnungen „verschoben“ wird. 🙁 Und noch was zu lachen: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut 🙂
 
 Mario Deutsch,

 Rankweil

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