Abschiebung eines Lehrlings

Die Festnahme und Abschiebung eines Asylwerbers aus Pakistan erhitzt derzeit die Gemüter und dabei kommt es zu Wortäußerungen, die oft nicht ganz zur Sache passen.

Die Abschiebung von lernwilligen, unbescholtenen und gut integrierten Menschen ist in allen Fällen auf möglichst objektiver Basis zu prüfen. Wenn dann im Zuge eines rechtstaatlichen Verfahrens ein Festnahmeauftrag an die Polizei ergeht, dann handelt es sich um einen Auftrag, den die Polizei umzusetzen hat. Die damit befassten Polizisten haben (dürfen) den Inhalt nicht zu kommentieren, sondern den Auftrag im Rahmen der geltenden Vorschriften (auch Eigensicherung) auszuführen. Dass der aktuell betroffene Asylwerber wie ein Verbrecher abgeführt worden sei und dabei auch noch Erinnerungen an die furchtbare Nazivergangenheit erinnert wird, entbehrt sicher jeglicher Tatsache. Die Polizisten haben nur ihren Job getan und tun müssen. Solche Amtshandlungen sind auch für die Polizisten keine angenehme Aufgabe. Gerade wenn dann auch noch Familien mit Kindern betroffen sind entsteht Stress. Wenn man dann auch noch über die Medien unsachlich kritisiert wird, dann steigert sich diese Belastung und es ist nicht verwunderlich, wenn immer mehr junge Menschen diesen anspruchsvollen und fordernden Beruf nicht mehr ausüben wollen. Daher die Bitte: Lasst die Kritik dort wo sie hingehört und lasst die vielen Polizistinnen und Polizisten ihren Beruf ausführen. Tag und Nacht, 24 Stunden rund um die Uhr.

 Eugen Lampert  Polizeigewerkschaft Vorarlberg

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