Wurmbrand

Richard Wurmbrand (1909-2001) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer der NGO Märtyrerkirche. Er stammte aus einer deutsch-jüdischen Familie. Im kommunistischen Rumänien wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Er war zwischen 1948 und 1964 insgesamt 14 Jahre im Gefängnis. Norwegische Christen konnten ihn für
10.000 Dollar freikaufen. Aus dem Jahr 1972 stammen seine Worte: „Man wirft mir vor: Wurmbrand macht bewusst Schwarz-Weiß-Malerei. Das tue ich. Freiheit ist weiß, die Tyrannei ist schwarz. Christenmord ist schwarz und freie Anbetung ist weiß. Christen mit ihren Familien in den Häusern zu lassen, ist weiß. Christen in Irrenanstalten zu stecken, ist schwarz. Das christliche Mädchen in Reinheit den geliebten Bräutigam heiraten zu lassen, ist weiß. Das christliche Mädchen als Prostituierte an die Bordells zu verkaufen ist schwarz. Und da gibt es kein Grau dazwischen. Aber man ist bereits gewöhnt hier im Westen, an Grau, nicht an Schwarz oder Weiß.“ Diese Aussage von Pfarrer Wurmbrand hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Ist nicht einer unserer liebsten, mainstreamkonformen Sprüche: „Das darf man nicht so eng sehen?“
 
 Dr. Wolfgang Hämmerle,
 Lustenau

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