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Messermord in Tirol

Zum zweiten Mord an Vorarlberger in Tirol. Der richtigen Diagnose sollte die richtige Therapie folgen: In der Öffentlichkeit wird richtig diagnostiziert, dass die Eskalation der Gewalt in Tirol dem Bürger Angst macht, dass nicht nur die Messer locker sitzen, und dass Raubüberfälle beinahe an der Tagesordnung sind. Auch die Überlegungen, wonach auch dann, wenn uns die veröffentlichten Polizeistatistiken regelmäßig glauben machen wollen, dass sich die Kriminalität im Sinkflug befinde, die Realität eine andere ist. Der jüngste Messermord in der Innsbrucker Bogenmeile ist heuer bereits der zweite Fall, bei dem ein junger Vorarlberger auf entsetzliche Weise zu Tode kam: Schon im Mai hatte ein türkischstämmiger Oberländer, der seither in U-Haft sitzt, in Imst einen 17-jährigen Lustenauer erstochen. Ein weiterer kurzer Fakten-Rückblick zeigt, welch ein generell gefährliches Pflaster Tirol in jüngster Zeit geworden ist: Am 23. September berichteten die Medien, dass – nebst einer in Innsbruck-Hötting von einem Somalier verübten Messertat und einer in Bahnhofsnähe von einem Schwarzafrikaner verübten Schlagring-Attacke – ein Küchenmesserangriff eines 30-jährigen Somaliers erfolgte. Am 23. August teilte die Polizei der Öffentlichkeit mit, dass ein – bis heute flüchtiger – „südländischer Typ“ am Sillufer einen Raubversuch verübte, der im letzten Moment nur durch das Dazwischentreten von vier beherzten ÖBB-Mitarbeitern vereitelt werden konnte. Am 19. August teilte die Polizei mit, dass in der Bogenmeilen-Zone ein 21-jähriger Somalier einen unbeteiligten Passanten von hinten angriff und ihn in den Hals stach. Kriminalisten wissen, dass es sich gerade bei Halsstichen in der Regel nicht um spontane Attacken mit allfälliger „bloßer“ Verletzungsabsicht handelt, sondern um klare Mordabsicht, da die Opfer mit durchtrennter Halsschlagader so gut wie keine Überlebenschancen haben.

Laut einem Polizeibericht vom 22. Juni überfielen im Innsbrucker Nobelstadtteil Saggen zwei ca. 25-jährige, vermutliche Ausländer, eine 64-jährige Frau, stießen sie nieder, verletzten sie und versuchten, ihr die Handtasche zu entreißen. Nur durch heftige Gegenwehr und gellende Hilferufe des Opfers konnte der brutale Raub verhindert werden.

Die richtige Maßnahme gegen diese Missstände kann nur darin bestehen, dass Schluss gemacht wird mit dem Import krimineller Elemente und kompromisslose Ausweisung straffällig gewordener Personen. Gute, aber bei Weitem nicht ausreichende Ansätze, hat die neue Bundesregierung bereits gezeigt.

 
 Bernd Stracke,

 Innsbruck