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Wie man Gäste vertreibt

Seit 40 Jahren besuche ich über Jahre hinweg immer wieder das Brandnertal. All die Jahre habe ich mich dort sehr wohl gefühlt, da ich ein sehr naturverbundener Mensch bin und die Landschaft dort sehr schätze. Vor Kurzem haben mein Mann und ich beschlossen, meine zweite Heimat wieder einmal zu besuchen. Aber die Idylle war nicht mehr da. Uns ist klar, dass sich vieles im Laufe der Zeit verändert, aber was wir hier erleben mussten, was man hier der empfindlichen Natur angetan hat, wir waren und sind noch immer entsetzt. Das Amatschon-Joch ist durch die Erschließung durch einen Lift leider zum Rummelplatz geworden. Die Schneekanonen fast bis nach Brand hinunter sind keine Zierde in der Landschaft. Den Bike-Park auf der Tschengla bei Bürserberg empfinden wir als einen gravierenden Eingriff in die Natur. Wie sinnvoll ist es, einer vergleichbar kleinen Gruppe die Natur als Spielwiese zu opfern, wenn dadurch langjährige Besucher vertrieben werden? Schließlich die monotonen und hässlichen Appartementhäuser auf der Tschengla. Hauptsache die Kasse klingelt. Es ist doch eine intakte Natur, die anziehend auf Besucher wie uns wirkt. Ein Tourismuskonzept, das treue Gäste vertreibt, sollte von den Verantwortlichen dringend überdacht werden!

 
 Wilma Büttner,

 Heßdorf (D)