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Arbeiten …

… statt streiten! Ich habe mir immer wieder Übertragungen aus dem Parlament angeschaut. Auffällig ist, dass von den wenigen anwesenden Mandataren immer weniger konstruktive Initiativen ausgehen und man immer nur dann sehr fleißig wird, wenn jemand fertig gemacht oder sonst irgendein Schaden angerichtet werden soll. Dabei gäbe es für unsere Politiker eine recht wirkungsvolle Methode, sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu besinnen: Was zum Beispiel, wenn sämtliche Zuwendungen an Parteien und Mandatare um den Prozentsatz der ungültigen Stimmzettel bei einer Wahl gekürzt würden? Oder sollen Leute, die nichts bringen, sich auch noch weiß Gott wie breitmachen? Personenkultfördernde Plakate sollten allein schon dem Ortsbild und der Umwelt zuliebe ganz generell abgeschafft werden. Oder würden Sie etwa auch nur einen Cent spenden, wenn Kandidaten für ihr göttliches Antlitz auf Plakaten zu Ihnen sammeln kämen? Dafür könnte jeder zur Wahl antretenden Partei eine Auflage ihres Programms in einem gesetzlich festgelegten Ausmaß, von mir aus auch mit nichtssagenden bunten Bildchen und schon seit 75 Jahren überholten Heimatparolen, aus Steuergeldern bezahlt und in Zeitungen gemeinsam herausgegeben oder auch zusammen mit der Wahlkarte an jeden Wähler versandt werden. Undurchsichtige Parteifinanzierung für kostspielige Machtdemonstration und unfairen Wettbewerb erübrigten sich dann wohl auch von selbst.
 
 Thomas Amann, Bregenz