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NachträglicheLifteinbauten

Wenn eine Landesregierung nachträgliche Lifteinbauten in Mehrfamilienhäusern mit Anreizen zwischen 40 und 60 Prozent fördert, um Menschen zu unterstützen, damit diese möglichst lange in ihren Wohnungen leben können, dann sollten entsprechend geänderte Gesetze bei einem Befürworter-Anteil von 50 Prozent der Wohnungsbesitzer auch umgesetzt werden können. Und nicht an jenen Anteilseignern scheitern, die sich hinter dem Gesetz verstecken. Wenn ein Club­obmann der etablierten Partei vererbter Wohungsbesitzer ist und mit „Nein“ stimmt, dann ist das schlichtweg scheinheilige Politik und sollte, auch aus Prinzip, nicht mehr gewählt werden. Mein Vater war viele Jahre Vertreter in der Politik und Innungsmeister der Vorarlberger Stickereiindustrie, sein Bruder, mein Onkel, langjähriger Bauernkammerpräsident. Wir Nachkommen waren stolz auf unseren Vater, der die Interessen der Bürger konsequent vertreten hat.

 
 Marie-Luise Hagen, Lauterach