Fußabdrücke des Marathons

Der Dreiländer-Marathon ging über die Bühne. Ein Riesenevent, tolle Stimmung unter den Laufenden. Eine logistische Herausforderung, 6500 Menschen zu versorgen – keine Frage. Nur: Muss es heutzutage noch sein, dass man Plastik sieht, wohin man auch blickt? Geschirr, Becher, Tüten für die Laufenden – sogar Soletti und Obst wurde den Laufenden in einem Plastikbecher in die Hand gedrückt. Überquellende Abfalleimer am Wegesrand voller Plastik­utensilien. Da muss sich jede Konsumentin lächerlich vorkommen, die für ihre Äpfel das Säckchen selbst mit ins Kaufhaus nimmt. Wenig überraschend auch die Verpflegung, die seit den 70er-Jahren noch nie überdacht wurde: Schnitzel, Hamburger, Würste. In der Zwischenzeit gibt es auch Menschen, die sich vegetarisch ernähren. Gar nicht so wenige bestimmt auch unter den Laufenden. Zumal täglich zu hören ist, dass dies dem Klima zuträglicher wäre. Es wäre zeitgemäß, auch gesunde, vegetarische Varianten anzubieten. Nicht nur Pommes. Es wäre schön, wenn die Veranstaltenden sich einmal die Green-Event-Richtlinien anschauen und sich ein paar Ideen holen könnten. Positiv ist die Gratis-Anreise der Laufenden mit dem ÖPNV zu vermerken, ansonsten lässt der ökologische Fußabdruck dieses Großevents gewaltig zu wünschen übrig. Schade.
 
 Waltraud Travaglini-Konzett