Kinderonko: VGKK Kostenübernahme

Bereits im März 2018 kündigte VGKK Obmann Manfred Brunner die Unterstützung für Fahrtkosten und Übernachtungskosten für Familien mit Kindern, die an Krebs erkrankt sind, an.

Immer wieder werde ich von Eltern kontaktiert, die mir berichten, wie schwierig es teilweise ist, Fahrtkosten, Heilbehelfe oder Physiotherapien ersetzt zu bekommen. Der Unterstützungsfonds ist einkommensabhängig. So müssen Gehaltsnachweise erbracht werden. Nur einmal pro Monat findet eine Sitzung statt, in welcher die Zuschüsse besprochen werden. Da auch Kinder mit anderen schweren Erkrankungen Zahlungen aus dem Unterstützungsfonds erhalten, finde ich es ungerecht, dass bei Kindern mit Krebs, beispielsweise Transportkosten nur während einer Chemotherapie übernommen werden. Auch Jahre nach einer abgeschlossenen Krebstherapie müssen Kinder zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in spezialisierte Kliniken gebracht werden. Laut eines VGKK-Mitarbeiters kann ein 15-Jähriger ohne Begleitperson, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Innsbruck zu einem Kontrolltermin an der Kinder­onkologie fahren. Die Liste an derartigen Aussagen ist lange. Die Haltung der VGKK bezüglich der Kostenübernahme bei unserem jüngsten Kind hat mich so berührt, dass ich umgehend mit dem Büro von LH Wallner gesprochen habe. Landesrätin Rüscher hat ihre Hilfe zugesichert und versprochen, eine Lösung zu finden. Wir wollen das chancenreichste Land für unsere Kinder sein? Dann muss das auch für unsere kranken Kinder gelten. Egal, welche Erkrankung ein Kind hat, es soll jede erdenkliche Hilfe bekommen, ohne dass Eltern zu Bittstellern werden müssen.

 Andrea Tschofen-Netzer,

 Elternvertreterin

 #ProKinderOnkoDornbirn

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