Gedenkfeiern

Nach 75 Jahren Kriegsende zu sagen, es gab zu wenig Widerstand – so Van der Bellen – ist leichter gesagt, als getan. Die Übermacht an Befehlsgewalt stand unter dem Motto „Gehorche oder Stirb“. Einem Geistlichen war es zugestanden, sich zu wehren. Es braucht keine Seligsprechung, die der Kirche – und somit uns, den edlen Spendern – 250.000 Euro wert war. Als Erinnerung wäre ein Bildstock und das Geld an Bedürftige angebracht gewesen. Dies in Anbetracht der Soldaten, die unfreiwillig verhungert, erfroren und gefallen sind. Sie mussten es tun! Mein Vater war sechs Jahre Soldat und hat den Angriff in der Normandie miterlebt. Meine Mutter, aus der Ukraine in Viehwaggons nach 3-wöchiger Fahrt zur Zwangsarbeit nach Vorarl­berg deportiert, hat ihre Heimat nie wieder gesehen. Nicht nur im Holocaust, sondern auch anderweitig haben damals viele Menschen unsägliches Leid erlebt. Die Politik mahnt vor solchen Ereignissen. Sie ist aber nicht im Stande, auf diesem Planeten keinen Krieg mehr anzuzetteln. Es geht um Macht, Geld und

Ressourcen. Papst Franziskus müsste sagen – Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Leider wissen sie es nur zu genau.
 
 Otto Ohrmeier, Dornbirn

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