Schamloses Ausnutzen der Parkplatznot

www.karikaturen.guru

www.karikaturen.guru

Mitte Jänner hatte ich eine kurze Erledigung im Finanzamt Feldkirch zu tätigen. Bekannterweise gibt es hier so gut wie nie einen freien Parkplatz! Provokanterweise befindet sich vor der Einfahrt in den Finanzamtsparkplatz eine große, leere Parkfläche, Galurastraße 1. Da meine Erledigung nur fünf Minuten dauerte, habe ich mein Fahrzeug kurz dort abgestellt. Ein teurer Fehler, wie es sich herausstellte. Denn zwei Wochen später flatterte der Brief des Rechtsanwaltes besagten Besitzers/besagter Besitzerin der Parkfläche ins Haus. Insgesamt 195,30 Euro kostete mich diese „Besitzstörungsklage“. Ich will mich nicht darüber beklagen, dass ich das zahlen musste, weil ich für fünf Minuten mein Fahrzeug auf einer riesigen, freien Parkfläche, die mit Parkverbot und Besitzstörungsklage angeschrieben war, abgestellt habe. Ich finde es nur moralisch höchst bedenklich, wenn jemand mit einer solchen Vorgehensweise bewusst falsches Parken provoziert und sich auf diese Weise „Geld verdient“. Das ist für mich wirklich „schmutziges Geld“ und daher schreibe ich auch diesen Brief, um andere vor einer ähnlichen Strafe zu bewahren. Vielleicht, liebe Besitzerin, lieber Besitzer der Parkfläche, darf ich Ihnen bei dieser Gelegenheit einen konstruktiven Vorschlag machen: Verhandeln sie doch mit dem Finanzamt über eine offizielle Nutzung der freien Parkfläche gegen ein angemessenes und faires Entgelt. Ich hielte das für wesentlich fairer als diese Methode, die hier angewendet wird!

 Michael Zündel, Götzis

Wann & Wo | template