Unglaubliche Barbarei

Wir lassen es einfach zu, dass man den wehrlosen Kälbern die Beinsehnen durchtrennnt, die Augen aussticht und diese auf dem langen Transport eine unbeschreibliche Todesangst haben. Dann erfolgt noch die unfassbare, brutale Schächtung, wie sie die Kultur anderer Länder vorschreibt. Der Todeskampf dauert dabei einige Minuten. Warum umgeht man unsere Tierschutzgesetze durch billige Manipulationen, indem dieses schreckliche Umbringen dorthin verlagert wird und so dem schnöden Mammon dienen kann? Sowas darf doch nicht sein! Wo bleibt hier unsere Kultur? So wir überhaupt noch eine haben. Die beste Lösung wäre doch, wie von Dr. Erik Schmid vorgeschlagen, ab sofort nur noch Zweinutz­ungsrassen zu züchten und die noch im Lande befindlichen Kälber der Milchhochleistungsrassen doch bitte hier aufzuziehen. Eventuell mit einer Unterstützung an die Bauern, die sich ein Land wie Vorarl­berg doch wohl leisten können wird. Denn jedes Kalb leidet einzeln und es nützt gar nichts, dass nun angeblich eh schon weniger Kälber dieser schrecklichen Tortur ausgesetzt sein sollen. Der vermehrte Verbrauch hiesigen Kalbfleisches in Spitälern und anderen öffentlichen Einrichtungen – der vor einem Jahr zugesagt wurde – konnte wohl nicht umgesetzt werden? Und wir, die Bevölkerung, könnten dazu auch wesentlich beitragen, denn es ist endlich Zeit zu handeln und nicht nur beruhigende Ausreden zu formulieren. Jetzt, sofort, noch heute!

 
 Gabriele Schertler,

 Dornbirn

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