Bakschisch

Gegen den Airbuskonzern werden bzw. wurden Anklagen wegen Schmiergeldzahlungen eingebracht. Nun – scheinbar ist es so, dass bei Rüstungsgeschäften ohne Bakschisch nur schwer oder gar nicht Verkaufsabschlüsse zu erzielen sind. Um Geschäftsinteressen durchzusetzen sind deshalb Unternehmen oft genötigt, sich dieser „Marktlage“ anzupassen und Ethik und Moral hintanzustellen, was für diese Vorgehensweise aber keine Entschuldigung sein kann. Schwerer zu verurteilen sind jene Organisationen, Parteien und Personen etc, welche für Schmiergeldzahlungen empfänglich sind oder diese sogar fordern. In der derzeitigen Diskussion wird der Airbuskonzern unter Druck gesetzt (was auch richtig ist), man will das „Match gewinnen“ (unpassende Metapher, das ist kein Spiel oder Wettkampf), an wen die kolportierten 56 Millionen an Schmiergeld geflossen sind, ist scheinbar nebensächlich. Daher sehe ich es eher als erforderlich an, die Schmiergeldempfänger an den Pranger zu stellen, anstatt in Ausschüssen zeitraubende Palaver zu veranstalten.

 Günther Wieser, Lochau

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