CO2 viel gefährlicher als Corona

Es gibt ein winziges Gas­molekül mit dem Kürzel CO2, das durch jeden Mund- und Nasenschutz durchschlüpft, sich jeder Grenzschließung entzieht und sich ohne Rücksicht auf Herkunft, Hautfarbe oder Religion überall in unserer Atmosphäre ausbreitet. Dieser Stoff hat eine Inkubationszeit von mehreren Jahren, was seine Wahrnehmung und Bekämpfung sehr erschwert, obwohl man ganz genau weiß, woher das gefährliche Treibhausgas stammt. Alle seriösen wissenschaftlichen Prognosen sagen, dass wegen dieses kleinen Gasteilchens schon in absehbarer Zeit Millionen Menschen wegen Hitze, Dürre, Hunger, Überflutungen, Stürmen und Krankheiten aus ihrer Heimat flüchten müssen. Abermillionen heute junger Menschen werden in ihrem besten Alter schwer an den Folgen zu tragen haben und Millionen Menschen werden ihr Leben durch Überhitzung unseres Planeten verlieren. Für die Vermeidung dieses gefährlichen Stoffes gibt es genügend Strategien, die viel billiger sind als die Folgen unseres Nichtstuns. Aber sie verlangen eine sofortige tiefgreifende Änderung unserer politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Verhaltensweisen – noch ohne Einschränkung unserer Lebensqualität. Und obwohl Mutter Erde schon deutlich mehr als plus ein Grad Fieber hat, gibt es – allen Warnungen und Protesten zum Trotz – noch immer keinen weltweiten Krisenplan: CO2 und Corona sollten die Weltgemeinschaft und jeden einzelnen von uns so schnell wie möglich zum Umdenken bringen!
 
 DI Rudolf Alge

 Landschaftsökologie und
 -gestaltung, Lustenau

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