Fehlvermessung, Schwarzenberg

Beim Hausbau auf dem Nachbargrundstück kam der erste Vermesser mit einer altbewährten Vermessungsart und stellte die Übereinstimmung meines Grundstückes mit dem Grundbuch fest. Der Nachbar hat sein Haus mit einem weiteren Vermesser mit einem digitalen Vermessungsgerät eingemessen und festgestellt, dass von mir scheinbar eine Überbauung gemacht worden sei. Dies stimmt aber nicht, da auch der Grenzstein vorhanden war. Mein Haus wurde 1964 gebaut und somit wäre auch eine Überbauung verjährt gewesen. Der Bauausschuss der Gemeinde Schwarzenberg hat zur Bauverhandlung eingeladen. Wir haben keinen Plan vor der Bauverhandlung gesehen. Der Nachbar hat sofort nach der Bauverhandlung mit dem Bau begonnen und den Abstand von fünf Metern nach seinem Bauplan nicht eingehalten. Der Bürgermeister meinte zwar, dass ich den Plan vor der Bauverhandlung hätte sehen müssen, aber schaute nicht dazu, dass dies eingehalten wurde. Das Haus steht nun mit weniger als fünf Meter, wie im Plan vermerkt, neben meinem Haus. Mir ist aufgefallen, dass neue digitale Vermessungsgeräte auf Erd- und Wasserstrahlungen reagieren und dass es somit vielleicht öfters als gedacht zu Fehlvermessungen von früher (analog) und heute (digital) kommt. Vielleicht bin ich hier auch keine Ausnahme. Ich hätte mir vom Bauauschuss Schwarzenberg eine sorgfältigere Prüfung dieser Situation mit mehr Zeit und Einhaltung der Richtlinien (Abstand fünf Meter) gewünscht.

 
 Walter Berchtold, Schwarzenberg

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