Umweltschutz und Wirtschaft

In Österreich werden jährlich 2,4 Millionen Motoren und Getriebe produziert. Jeder 9. Arbeitsplatz ist der automotiven Industrie zuzuordnen. Die enorme Bedeutung der Branche führt teilweise zur Ablehnung nötiger Umweltschutzmaßnahmen mit dem Argument, diese würden die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Produkte bremsen. Am Beispiel des größten Automarktes der Welt, nämlich China, erkennt man, dass Wirtschaft und Umweltschutz Hand in Hand gehen können: Dort liegt der Fokus auf der Elektromobilität, und dies aus mehreren Gründen: Einerseits werden die Erderwärmung und der Smog bekämpft, andererseits bleibt die Wertschöpfung bei der Fahrzeugproduktion im Land und die Abhängigkeit Chinas von ausländischem Erdöl nimmt ab. Bereits ab dem Jahr 2030 sollen in China (wie übrigens auch in Island, Israel, Indien, Irland sowie in den Niederlanden) keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Solche Entwicklungen sind nur möglich, wenn die Politik klare gesetzliche Vorgaben bietet, an denen sich die Wirtschaftstreibenden orientieren können. Genau derartige Vorgaben fordert das ab 22. Juni 2020 in jedem Gemeindeamt zur Unterschrift aufliegende Klimavolksbegehren. Dies hilft Österreich, den Anschluss an die anderen Industrienationen zu halten.

 Manred Melchhammer,  Feldkirch

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