Kindesmissbrauch

Wieder häufen sich Meldungen über Kindesmissbrauch. Leider wird das nie aufhören. Eltern glauben (vielleicht aus Bequemlichkeit): „Das ist so ein lieber Trainer, so ein lieber Arzt, sind so liebe Nachbarn, Großeltern, etc., die tun so etwas sicher nicht.“ Auch ein großer Fehler ist, dass man davon ausgeht, dass die Anwesenheit von Frauen Sicherheit bedeutet. Aber in vielen Fällen tun Frauen mit oder tolerieren es aus Dummheit. Ein großes unlösbares Problem ist aber: Was tut man in einem Fall, wo man nur ein ungutes Gefühl hat, aber nichts Konkretes. Man will ja auch Leute, die vielleicht einfach nur kinderlieb sind, nicht denunzieren. Die einzige Möglichkeit für Eltern ist also, zu schauen, dass die Kinder mit diesen Menschen niemals allein sind. Viele Jahre später kann dann aber das Präventionsparadox auftreten. Da ja nichts passiert ist, weil verhindert, machen die mittlerweile längst erwachsenen Kinder den Eltern, anstatt dankbar zu sein, Vorwürfe, weil sie seinerzeit verboten hatten, dass sie auf ein Jugendlager mitfahren, die so lieben Nachbarn allein zu besuchen, bei einer anderen Familie zu nächtigen oder ihre sportliche Karriere beeinträchtigt hatten. Sicher aber sind diese Vorwürfe leichter zu ertragen, als „Wieso hast Du mich nicht beschützt?“

 Mag. Gertraud Burtscher,  Bludesch

Wann & Wo | template