E-Auto

Politik und Medien führen seit Jahren einen regelrechten Feldzug gegen den Verbrennungsmotor. Mittel zur Erreichung aller Klimaziele sei das Elektroauto. In einem Gespräch von Dr. Ferdinand Wegscheider vom Servus-TV mit Prof. Dr. Fritz Indra, einem ausgewiesenen Motorspezialisten, der an der TU Wien lehrte und der bei einigen Autofirmen in der Entwicklung tätig war, erklärte dieser, dass vom E-Auto ein völlig falsches Bild vermittelt werde. Auch die Regierung Vorarlbergs fördert in Unkenntnis der Tatsachen den Kauf von Elektroautos, weil diese endlich eine saubere Sache seien und die Umwelt schonen. Laut Prof. Indra, gibt es allerdings einige Haken: Das größte Problem ist die Batterie. 1) Zu ihrer Herstellung benötigt man die seltenen Elemente Lithium und Kobalt, die nicht wieder verwendet werden können. Ihre Gewinnung erfolgt unter unmenschlichen Bedingungen. Z.B. im Kongo müssen sogar Kinder schuften. 2) Die Batterien werden in China gebaut und dann nach Europa und Amerika exportiert. China selbst hat die Erzeugung von Elektroautos bereits weitgehend zurückgefahren. 3) Die Batterie eines Autos kostet die Hälfte des Auto-Preises. 4) Die Wirkung der Batterie lässt rasch nach. Nach acht Jahren ist sie kaputt. Das Auto ist Schrott. 5) Sowohl die Herstellung als auch der Betrieb eines E-Autos benötigt eine Menge Strom. Würde der Großteil unserer Autos mit Strom fahren, würde der erzeugte Strom gar nicht ausreichen – schon gar nicht der Strom, den wir mit Wind oder Sonne erzeugen können. Man bräuchte also viel mehr kalorische Kraftwerke, welche die Luft verschmutzen. 6) Das Aufladen der Batterien – das wir über die Stromkosten bezahlen – kostet im Endeffekt mehr als die heute verwendeten Kraftstoffe. So wundert es nicht, dass einige Autofirmen die Herstellung von E-Autos wieder einstellen. Das von unserer Regierung propagierte Wasserstoffauto ist auch keine Alternative. Die Herstellung und Lagerung von Wasserstoff ist äußerst energieintensiv. Für das Auto muss er stark komprimiert werden, wozu man viel Strom benötigt – und der kommt wiederum aus kalorischen Kraftwerken. In China werden zur Zeit neuartige Verbrennungsmotoren mit einem viel besseren Wirkungsgrad entwickelt, die mit einem neuen synthetischen Kraftstoff betrieben werden, der bei seiner Herstellung CO2 aus der Luft entnimmt, welches bei der Verbrennung wieder in die Luft abgegeben wird. Und diese Art von Motoren könnten auch sehr gut für Schiffe und Flugzeuge verwendet werden. In einem solchen neuartigen Verbrennungsmotor sieht Prof. Indra die einzig mögliche Zukunft.

Eine vorläufige Alternative ist das Hybridauto, bei welchem die Bremsenergie in einer Batterie gespeichert. Für das Anfahren und für kurze Strecken steht dann der gespeicherte Strom zur Verfügung.

 Dr. Alois Reutterer, Bludenz

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