Arbeitsplätze durch Klimaschutz

Ministerin Gewessler und auch andere Politiker behaupten dies immer wieder. Frau Gewessler führt als Beispiel den Bahnausbau an, für den Betriebe zusätzliche Arbeit bekommen. Das ist ja lobenswert, doch wer „kauft“ freiwillig das entstehende Produkt, nämlich die bessere Luft? Niemand! Das bedeutet, dass für die bessere Luft ausschließlich der Steuerzahler unfreiwillig aufkommt. Es ist zu hoffen, dass Betriebe in Zukunft Geräte, Maschinen usw. herstellen, die umweltfreundlicher arbeiten und umweltfreundlichere Produkte erzeugen, die bisherigen schlechten aber nicht mehr. Wo ist hier eine wesentliche Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zu erwarten? Auch hier ist als Endprodukt aller Bemühungen die bessere Luft, die auch hier von niemandem freiwillig „gekauft“ wird. Man kann klar erkennen, dass alle Bemühungen bezüglich des absolut notwendigen Umweltschutzes nur am Steuerzahler hängen bleiben. Ganz allgemein kann gesagt werden, dass vom Staat, also vom Steuerzahler selbst, künstlich finanzierte Arbeitsplätze kontraproduktiv sind. Eine wirklich wirksame Klimaverbesserung hat uns die Coronakrise gezeigt: Eine weltweite Reduktion aller Produkte, vor allem der sinnlosen, wie etwa SUVs, eine Eindämmung des Flug- und Straßfernverkehrs usw. Also eine Rückkehr zu bescheideneren Lebensformen und vor allem eine Abkehr von der Wahnvorstellung eines immerwährenden Wirtschaftswachstums.

 DI Dr. Bernd Oesterle, Hard

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