Sind unsere „Köpfe“ wirklich so unfehlbar?

Wir durften in der Emiglia Romagna miterleben, wie die Italiener mit dem Coronaproblem umgehen: Einfach unaufgeregt, diszipliniert und mit dem Prinzip „situationsbedingt“. Sobald sich mehr Menschen auf engem Raum befinden, werden eben Masken getragen. Auch am Abend, in den Hotels und Geschäften, oder wenn sich viele Menschen auf den Gehsteigen begegnen als Selbstverständlichkeit. Seltsam auch, dass der deutsche Gesundheitsminister, Herr Spahn, sich offen dazu äußert, dass einige der getroffenen Maßnahmen einfach überzogen und aus heutiger Sicht unausgegoren, sogar teilweise falsch waren. Wir sind immer noch dabei, für unsinnige Projekte wie Ampelschaltung massiv Geld zu vernichten, das dem kleinen Mann dann zum finanziellen Ausgleich umgehängt werden wird. Gleiches mag für unzählige Untersuchungsausschüsse gelten, die dem Volk massiv Geld kosteten, aber kaum verwertbare Ergebnisse erbrachten. Wäre es im Sinne des Volkes vielleicht klüger, solch umfassend verschachtelte Konstrukte einfach abzuschreiben, statt viel Geld zu verpulvern und praktisch kaum Ergebnisse zu erzielen? Oder spielt das auf Kosten des kleinen Mannes einfach keine Rolle, weil das ach so dumme und panisch gemachte Volk der Begleichung solch finanzieller Problemchen der politischen Spielwiese ausersehen wird? Gut, dass man uns glauben lässt, dass wir immer noch zu den Besten gehören oder als Vorreiter funktionieren.

 Kurt Höfferer, Hörbranz

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