„Genug ist genug“

Dies ist auch meine Empfindung. Nur um FPÖ-Wechselwähler (letzte NR-Wahl, Wien-BM-Wahl, usw.) bei der Stange zu halten, nimmt die ÖVP mit BK Kurz und seinen Claqueuren (Innen- und Außenminister und andere) vermutlich die zynische und menschenverachtende Haltung wieder ein. Allerdings ist dies für mich nichts Neues. Bereits als notleidende Flüchtlinge in den Schlauchbooten tagelang vor den Küsten der ablehnenden Länder ausharren mussten, waren es schlussendlich nur vier europäische Staaten, die jeweils 25 Prozent der Hilfsbedürftigen (Familien mit Kindern) vor einem eventuellen Untergang retteten. Auch damals verweigerte der christliche Werte vertretende, überhebliche und der FPÖ taktisch zugetane BK Kurz jegliche Hilfe als Ausrede und empfahl: Man möge die Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückführen anstatt aufzunehmen. Als ich Herrn Abgeordneten Kopf darauf ansprach, verteidigte er diese abstruse Haltung mit dem Argument: „Es ist ja nur ein Plan.“ Mit welcher Freude und Begeisterung die ärmeren Ursprungsländer diese verzweifelten Menschen aufgenommen hätten, ist keine Frage, wenn sich schon die wohlhabenden EU-Staaten innert der letzten fünf Jahre nicht einigen konnten und bis jetzt jede Solidarität vermissen ließen. Geldspenden welche unkontrolliert versickern und vermutlich nur ein kleiner Teil der bei den leidenden Menschen ankommt, werden die katastrophale Situation keinesfalls lösen – bestenfalls, wie bisher, verlängern. Gerne urteilen Menschen, denen es in unserem Österreich bestens geht und noch nie auf einen Cent (Pension, usw.) wegen der Migranten verzichten mussten – ohne an das oft sehr traurige Schicksal von Betroffenen zu denken und mitzufühlen.

 Heinz Schmidt,

 Bregenz