Moria

Laut Heinz Schmidt lässt die EU und Österreich im Fall von Moria jede Solidarität vermissen. Foto: APA

Laut Heinz Schmidt lässt die EU und Österreich im Fall von Moria jede Solidarität vermissen. Foto: APA

Moria ist ohne Frage ein Schandfleck für die EU. Aber wenn man Flüchtlingsregeln für einzelne Verfolgte erarbeitet und dann feststellen muss, dass diese für ganze Völkerwanderungen untauglich sind und diese Regeln nicht adaptiert bzw. Wirtschaftsflüchtlinge von wirklich Asylberechtigten trennt, ist man teilweise selbst Schuld daran. Kann sich jemand vorstellen, dass Frauen mit Kindern oder Mitglieder von Familien, die dort ausharrten, selbst die Brände legten? Wohl kaum. Aber jene, die vermutlich dafür verantwortlich zeichnen, unbegleitete Jugendliche ohne jeglichen Anhang, haben offenbar das erreicht, was sie durchsetzen wollten. Einen für andere vermutlich nachahmenswerten Weg. Sowohl Deutschland, wie auch Frankreich nehmen, trotz Familiennachzugsmöglichkeiten, diese jungen Leute unbesehen auf.

 Kurt Höfferer, Hörbranz