Coronazeit

Dass dieser Virus-Lockdown wirtschaftliche und finanzielle Folgen haben wird, war vorherzusehen. Anlässlich unseres EU-Beitritts wurden der Schweiz düstere Wirtschaftsfolgen prognostiziert, ebenso erfolgte auch die negative Bewertung des Coronaverhaltens der Schweden. Beide Prognosen gingen jedoch in die Binsen. Deshalb wird über den schwedischen Weg jetzt kaum mehr berichtet, weil dieses Land vor allem wirtschaftlich sehr viel besser aus dieser Situation herauskam und sich dort auch eine bessere Immunsituation zeigt. Die Rechnung für unseren Weg bekommen wir schleichend serviert. Eine alte Dame erklärte mir erst beim Einkaufen: „Die da oben glauben alle, dass wir blöd sind und nicht merken, wie alles teurer wird.“ Auch die Immobilienertragssteuer für Private wurde auf eine ertragreichere Basis gestellt, obwohl all diese Materialien und Güter vielfach besteuert waren. Leute die lange Jahre dafür hart arbeiten und sparen mussten, dürfen für ihre Leistung im Falle eines Verkaufes ihrer Liegenschaft im Alter jedoch abkassiert werden. Warum muss bei uns die Parteienfinanzierung immer noch so hoch sein? Könnten die Politiker nicht auch ihre horrenden Pensionen auf ein erträgliches Maß reduzieren, diese selbst finanzieren und die Anspruchsberechtigung dazu bodenständiger gestalten u.v.m.? Selbst den Gürtel enger zu schnallen, würde als positives Beispiel sicherlich gut beim Volk ankommen.

 Kurt Höfferer, Hörbranz

Artikel 95 von 102
Wann & Wo | template